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nehmen in der Region, wo die eigenen Mitarbeiter Beschäftigung finden? Eine Kurzumfrage der Handelsverbände hat ergeben, dass eine Reihe von Jobcentern Vermittlungsbörsen betreiben, Mitar- beiter hierfür abgestellt haben. Die Jobcenter der Bundesagen- tur für Arbeit wären die erste Anlaufstelle. Ferner gibt es Über- legungen für eine bundesweite Vermittlung. Denn es ist allemal besser, Mitarbeiter an anderer Stelle sinnvoll einzusetzen als sie mit gekürztem Gehalt in die Kurzarbeit zu schicken. Die prakti- zierten Vertragsmodelle sind unterschiedlich und reichen von der klassischen Entsendung, wo ansonsten die arbeitsvertragliche Beziehung bestehen bleibt, bis hin zu einem befristeten Arbeits- vertrag beim vorübergehenden Arbeitgeber mit Freistellung beim originären Arbeitgeber. In jedem Fall sollte darauf geachtet wer- den, dass ein Abwerbeverbot vereinbart wird.
ckelt als zuletzt erwartet. Nach ersten vorläufigen, noch unge- prüften Zahlen (Stand: 20.März) wird nunmehr damit gerech- net, dass sich das bereinigte EBIT im Teilkonzern Hornbach Baumarkt AG (Vorjahr: 81,9 Mio. Euro) voraussichtlich mehr als verdoppelt, nachdem zuvor ein Wachstum im „mittleren bis oberen zweistelligen Prozentbereich“ erwartet worden war. Grund für den Anstieg sind im Wesentlichen die hohen flä- chenbereinigten Umsatzsteigerungen und deutlich verbesserte Kosteneffizienz im vierten Quartal. Die aktualisierte Ergebnis- prognose 2019/20 steht unter dem Vorbehalt, dass es im weite- ren Verlauf der Coronakrise nicht zu wertaufhellenden Ereignis- sen kommt, die rückwirkend im Jahresabschluss berücksichtigt werden müssten.
n Der Handelsverband Deutschland (HDE) fordert gemeinsam mit weiteren Wirtschaftsverbänden in einem Brief an das Bundesumwelt-, das Bundeswirtschaftsministerium und den Bundestag Änderungen am momentan in Arbeit befindli- chen Kreislaufwirtschaftsgesetz. Insbesondere die geplanten Obhutspflichten im Kreislaufwirtschaftsgesetz gehen weit über eine 1:1-Umsetzung der europäischen Vorgaben hinaus. Dazu stellen die Verbände fest, dass jeder Händler ein Eigeninteresse daran habe, seine Waren gebrauchs- und vor allem markttaug- lich zu halten. Ein Verbot der Vernichtung von Retouren, wie es der Gesetzesvorschlag vorsieht, ergebe vor diesem Hinter- grund keinen Sinn. Vielmehr würden sich daraus Nachteile für deutsche Unternehmen im internationalen Wettbewerb erge- ben. Vor allem würden sich Wettbewerbsbedingungen in der Konkurrenz zu der stark steigenden Anzahl von Anbietern aus Drittstaaten weiter verzerren. Diese missachten laut HDE bereits heute viele der produktbezogenen Regeln. Die Einfüh- rung einer zusätzlich geplanten Transparenzverordnung, nach der deutsche Unternehmen über den Umgang mit retournierten Waren Rechenschaft ablegen sollen, sehen die Verbände als eine weitere bürokratische Belastung der hiesigen Unternehmen. Vor dem Hintergrund des angestrebten Bürokratieabbaus sowie mit Blick auf die Herausforderungen und Belastungen, welche die nächsten Monate auf Unternehmen durch die Coronakri- se zukommen, seien neue Dokumentations- und Informations- pflichten nicht sinnvoll. Die Verbände schlagen dagegen vor, eine einmalige Studie durchzuführen, um so die gewünschten Informationen zu erhalten und nicht die gesamte Wirtschaft mit neuen Berichtspflichten zu belasten.
n Die Hornbach-Gruppe ist im Geschäftsjahr 2019/20 (1. März 2019 bis 29. Februar 2020) deutlich gewachsen. Der Net- toumsatz im Hornbach Holding AG & Co. KGaA Konzern legte den vorläufigen Zahlen zufolge um 8,4 % auf mehr als 4,7 Mrd. Euro zu. Der größte operative Teilkonzern Hornbach Bau- markt AG, der zum Bilanzstichtag 29. Februar 2020 europa- weit 160 (Vorjahr: 158) Bau- und Gartenmärkte sowie Online- shops in neun Ländern betreibt, erhöhte die Umsätze um 8,1 % auf gut 4,4 Mrd. Euro (flächen- und währungskursbereinigt: +7,7%). In der Region Deutschland stiegen die DIY-Nettoum-
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 und Fuhrpark nur noch ansatzweise ausgelastet. Hier greift die Möglichkeit der Arbeitnehmerüberlassung. Der Handels- verband Wohnen und Büro (HWB) appelliert daher, Vermitt- lungsangebote zu nutzen. Zwar sieht § 1 des Gesetzes zur Rege- lung der Arbeitnehmerüberlassung (AÜG) eine Erlaubnispflicht vor. Doch ist jedem klar, dass nun eine Situation gegeben ist, dass von Kurzarbeit bedrohte Mitarbeiter in Logistik- und Transport- bereichen in Betrieben eingesetzt werden müssen, in denen es erhebliche Engpässe gibt. Aus dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales gibt es eine rechtliche Einschätzung, dass § 1 Abs. 3, 2a AÜG., wonach eine Arbeitnehmerüberlassung zwischen Arbeitgebern, die nur gelegentlich erfolgt und wo der Arbeitneh- mer nicht zum Zweck der Überlassung eingestellt und beschäf- tigt wird, erfüllt sei. Das ist eine wichtige Orientierung, gibt aber formal keine Rechtssicherheit. Aber wie findet man nun Unter-
sätze einschließlich Onlinehandel um 6,0 % auf 2.245 Mio. Euro (flächenbereinigt: +6,5%). Der Teilkonzern Hornbach Bau- stoff Union GmbH verzeichnete ein Umsatzplus von 13,2 % auf 299 Mio. Euro. Die Coronakrise hatte im abgelaufenen Berichtsjahr 2019/20 und bis dato noch keine Spuren in der Geschäftsentwicklung der Hornbach-Gruppe hinterlassen. Albrecht Hornbach, der Vorstandsvorsitzende der Hornbach Management AG, rechnet aber mit spürbaren Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung 2020/21. Er stellte klar: „Konkrete Aussagen sind aufgrund der großen Unsicherheit über die wei- tere Entwicklung derzeit allerdings nicht möglich. Ich sehe die Hornbach-Gruppe aufgrund ihrer Finanzstärke und Liquiditäts- reserven zum Glück sehr gut aufgestellt, um auch Durstphasen zu überstehen.“
Die Erträge haben sich im Geschäftsjahr 2019/20 besser entwi-
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