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MIX
Kompakt
 n Ende März hat das Bundeskriminalamt die Polizeiliche Krimi- nalstatistik für das Jahr 2019 veröffentlicht. Insgesamt zeichnet sich ein auf den ersten Blick erfreuliches Bild, da die Gesamt- zahl der Straftaten deutlich rückgängig ist. Erfreulich ist auch der Rückgang bei den Wohnungseinbrüchen und die Tatsache, dass der Versuchsanteil konstant auf einem hohen Niveau ist. Dazu Harald Schmidt, Geschäftsführer Polizeiliche Kriminal- prävention der Länder und des Bundes: „Die relativ hohe Zahl der Einbruchsversuche, also die Anzahl der gescheiterten Einbrüche, ist nahezu gleichgeblieben. 2019 scheiterten 45,3 Pro- zent der Wohnungseinbrüche, 2018 waren es 45,4 Prozent. Das bedeutet, dass ein Großteil aller Einbrüche im Versuchsstadium steckenbleibt, nicht zuletzt wegen sicherungstechnischer Maß- nahmen. Viele Einbrüche können also durch richtiges Verhalten, die richtige Sicherungstechnik und aufmerksame Nachbarn verhindert werden.“ Nicht rückläufig sind hingegen die Fälle von Diebstahl aus Keller- und Dachbodenräumen sowie Waschkü- chen. In diesem Bereich notiert die Polizeiliche Kriminalstatistik ein leichtes Plus auf insgesamt 86.604 Fälle, nachdem die Zahlen in den Vorjahren rückläufig waren. Die Gründe dafür sind nicht benannt, allerdings gibt es sicher Täter, die aufgrund gesicherter Wohnräume auf diese Räume ausweichen.
n Die Auer Packaging GmbH mit Hauptsitz in Amerang (Ober- bayern) ist auf die Produktion und den Vertrieb von Transport- und Lagerbehältern aus Kunststoff spezialisiert. Das Unternehmen bietet branchenübergreifend hochwertige Produkte für die Lage- rung und den Transport von festen und flüssigen Materialien in jeglicher Größe. „Kunststoff ist nicht gleich Kunststoff“, erklärt Geschäftsführer Philipp Auer. „Grundsätzlich sprechen wir von einem langlebigen, gut recycelbaren Werkstoff, der als Behälter oder Verpackung aus der modernen Logistik nicht mehr wegzudenken ist.“ Bei Auer wird auf langlebige Kunststoff-Mehr- wegverpackungen gesetzt. Dabei gilt: Nur so viel Material wie nötig für die jeweils produktspezifische Qualität einbringen und ansons- ten auf konstruktive Details setzen! Diese Mehrinvestition in die Entwicklung zahlt sich aus: Ein so konzipierter Auer-Behälter hat einen Lebenszyklus von 15 Jahren und mehr, an dessen Ende er recycelt wird. „Und nach dem Recycling-Prozess entsteht aus dem regranulierten Material wieder ein neues Auer-Produkt, beispiels- weise eine Kunststoffpalette“, erklärt Philipp Auer. Das Unterneh- men bietet seine Verpackungslösungen in vielen Branchen an mit dem Hinweis: „Nachhaltige Planung rechnet sich. Die Investitio- nen in energieeffiziente Technik und materialsparendes Design zahlen sich aus, nicht nur in der Ökobilanz.“
n Viele Beschäftigte tragen täglich Berufskleidung, um ihre Arbeit sicher oder hygienisch auszuüben. 63 Prozent der Deut- schen müssen ihre Berufskleidung laut einer aktuellen Umfrage zudem selbst waschen. Laut einer GfK Studie zum Thema Hygi- enisches Waschen trennt die Hälfte der Arbeitnehmer, die ihre Arbeitswäsche zuhause waschen, diese immer von der privaten Kleidung. „Die nicht mehr klare Trennung von Arbeitsplatz und Privatleben spiegelt sich auch im Umgang mit der Berufsklei- dung wider. Denn nicht wenige Arbeitnehmer sieht man bei der Hin- und Rückfahrt zum und vom Arbeitsplatz in ihrer Berufsklei- dung“, erklärt Dr. Ole Rigbers, Regional Manager QESH (Qua- lity, Environment, Safety, Health) DACH beim Textildienstleis-
ter CWS. „Dabei bedeutet optisch sauber, also frei von Flecken, nicht immer gleich hygienisch. Die indirekte Übertragung von Keimen und Verunreinigungen von einer Kleidung auf die ande- re kann damit nicht ausgeschlossen werden.“ CWS bietet Berufs- kleidung im Mietservice für Unternehmen fast jeder Branche. Das bedeutet, jeder Mitarbeiter erhält seine eigene Kleidung, die dann regelmäßig nach festgelegten Standards und Prozessen gewaschen wird. Alle CWS Wäschereien verfügen in Deutschland über ein zer- tifiziertes Hygiene- und Qualitätsmanagement nach RABC (Risikoanalyse- und Kontrollsystem Biokontamination) nach DIN EN 14065 und ISO 9001, was eine stets hohe Servicequalität sicher- stellt. „Wir sorgen dafür, dass Mitarbeiter zu jeder Zeit für alle Bran- chen mit hygienischer Berufskleidung versorgt werden. Wir betrei- ben aktuell zudem ein verstärktes Hygiene-Monitoring in unseren Wäschereien, was für zusätzliche Sicherheit sorgt“, so Rigbers.
n Der Facheinzel- und Produktionsverbindungshandel (PVH) mit den Sortimenten der Hartwarenbranche bekommt, wie viele andere Wirtschaftszweige auch, die Auswirkungen der Corona-Krise zu spüren. Fachhändler sind mit zahlreichen Heraus- forderungen und sich täglich verändernden Rahmenbedingungen konfrontiert, die schon in „normalen“ Zeiten für sich genommen die volle Aufmerksamkeit erfordern. Um die Branche und seine Mitglieder nachhaltig zu unterstützen, bewertet der Zentralver- band Hartwarenhandel e.V. (ZHH) derzeit laufend juristische und betriebliche Themenfelder und steht in Form von mannig- faltigen Hilfestellungen seinen Mitgliedern bei der Überwindung dieser Krise tatkräftig zur Seite. Fachhandelsunternehmen stehen seit dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie vor immensen Her- ausforderungen und der Beratungsbedarf ist hoch. Erste Fachhan- delsunternehmen der Branche sind bereits von Schließungen der stationären Fläche betroffen. Dennoch: Fernabsatz und Beratung (z.B. Telefon und/oder Onlinekanäle), Abhol- und Lieferservice, Dienst- und Handwerksleistungen sowie das B2B-Geschäft werden weiterhin auf gewohnt hohem Niveau bedient. Fast täglich ver- ändern sich die Rahmenbedingungen durch die Krise und führen zu neuen einschneidenden Entwicklungen. Auf diese muss der stationäre Fachhandel in besonderem Maße reagieren. Verun- sicherte Mitarbeiter, arbeits- und zivilrechtliche Aspekte, mögli- che Betriebsschließungen, Hygienevorschriften, Kurzarbeitergeld, Beantragung von Soforthilfen, uneinheitliche Regelungen von Bund und Ländern sowie kranke oder unter Quarantäne stehen- de Mitarbeiter – die Liste ließe sich beliebig erweitern. Diese The- menfelder müssen Fachhändler bei (größtenteils) noch laufendem Geschäftsbetrieb recherchieren, prüfen und umsetzen. Das Team des ZHH unterstützt seine Mitgliedsunternehmen und -Verbän- de dabei in Form von persönlicher Beratung, regelmäßigen Rund- schreiben, Merkblättern, Zusammenfassungen und Linksammlun- gen – immer mit Branchenbezug. Fachhandelsunternehmen wird so effektiv Arbeit abgenommen und sie erhalten schnelle Hilfe bei der Orientierung im Dschungel der Institutionen, Vorschriften und Kontaktstellen. Auch Fachhandelsunternehmen, die nicht im ZHH bzw. seinen Arbeitskreisen Mitglied sind, stehen vor- übergehend und im Rahmen der Kapazitäten Beratung und Infor- mationsmaterial zu den genannten Themen zur Verfügung. Der ZHH möchte hiermit ein Zeichen der Solidarität setzen und dabei helfen, die Hartwarenbranche in ihrer Gesamtheit gut durch die Corona-Krise zu führen.
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