Mittelstandsverbund fordert „Click & Collect"

Angesichts der anstehenden Verlängerung des Lockdowns fordert der Mittelstandsverbund eine umgehende bundesweite Zulassung von „Click & Collect“ im Einzelhandel. Sonst würden Online- Riesen sie endgültig aus dem Wettbewerb drängen.

„Hier entstehen irreparable Verwerfungen im Wettbewerb“, wettert der Präsident des Mittelstandsverbundes, Eckhard Schwarzer, als Repräsentant von mehr als 230.000 in Verbundgruppen kooperierenden Unternehmen, darunter viele unmittelbar betroffene mittelständische Händler. Wie bereits bei vielen Maßnahmen im Frühjahr 2020 gibt es in den Bundesländern einen Flickenteppich bei den Regelungen zum Einzelhandel. In Bayern, Baden-Württemberg, Thüringen und Sachsen beispielsweise ist Click & Collect für von den Schließungen betroffene Einzelhändler untersagt. Dabei ist dieses Verfahren, d.h. die Abholung von telefonisch oder online vorbestellter Ware am Ladengeschäft, gerade für kleinere Händler die letzte verbleibende Möglichkeit, ihre lokalen Kunden weiter zu versorgen.

Die unbegründeten Restriktionen in einigen Bundesländern seien „politischer Rückenwind für die schärfsten Wettbewerber des Mittelstandes, die sich aktuell eines ungebremsten Wachstums erfreuen, ohne dass dies über Steuern dem Gemeinwohl zugutekommt“, bringt Schwarzer es auf den Punkt. Gerade gegenüber den großen Online-Händlern werde dem Handel vor Ort damit ein letztes praktikables Mittel der Kundenbindung und –gewinnung genommen.

Foto: Mittelstandsverbund