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Nordwest: Sicher durch unsichere Zeiten

Die Nordwest Handel AG hat die Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres 2020 bekannt gegeben. Trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie konnte das Geschäftsvolumen im Vergleich zum Vorjahr deutlich ausgeweitet werden.

Mit 3,8 Mrd. € Geschäftsvolumen und damit einem Anstieg von über 14 % ist der Nordwest Handel AG 2020 ein neuer Rekordwert gelungen. Mit 185 Mio. € ist zudem der höchste Lagerumsatz in der Unternehmensgeschichte erzielt worden und mit 11,2 Mio. € das zweitbeste Ergebnis (EBIT) nach dem Jubiläumsjahr. Die Anzahl der angeschlossenen Fachhandelspartner konnte im abgelaufenen Jahr im Konzernverbund um 34 auf nunmehr 1.125 gesteigert werden.

Die Geschäftsbereiche

Der Geschäftsbereich Stahl erzielt mit einem Geschäftsvolumen von 1.303,3 Mio. € einen weiteren Höchstwert und übertrifft den bisherigen Rekordwert aus dem Vorjahr um 6,3 %. Die abgesetzte Tonnage konnte dabei deutlich um 18,5 % ggü. dem Vorjahr gesteigert werden. Neben der anhaltend hohen Nachfrage im Bereich Bewehrungsstahl aufgrund intensiver Bautätigkeiten, haben vor allem die Auswirkungen der COVID-19 Pandemie die Entwicklung des Geschäftsbereiches geprägt. Dabei sind die Fachhandelspartner aus dem industriell verarbeitenden Sektor stärker betroffen als die aus dem baunahen Bereich. Angesichts der unsicheren Preisentwicklungen sind insbesondere im letzten Quartal Lagerdispositionen seitens der Fachhandelspartner vorgezogen worden.

Der Geschäftsbereich Bau-Handwerk-Industrie insgesamt erzielt zum 31.12.2020 ein Geschäftsvolumen von 1.225,0 Mio. € und damit einen durch die Prognose abgedeckten Anstieg um 5,5 % gegenüber dem Vorjahreswert.

Der Bereich Bau erreicht ein Geschäftsvolumen von 425,8 Mio. € und erzielt damit einen Anstieg von 9,4 % gegenüber dem Vorjahr. Die Bau-Branche ist im gesamten Berichtszeitraum nur im geringen Maße von den Auswirkungen der Pandemie betroffen. Die positive Gesamtentwicklung des Geschäftsbereichs fußt demzufolge in weiten Teilen auf der nach wie vor stabilen Auftragslage im verarbeitenden Gewerbe und auf den vergleichsweise milden Temperaturen im Januar und Februar des vergangenen Jahres.

Der Bereich Handwerk & Industrie steigert das Geschäftsvolumen um 3,6 % auf 799,3 Mio. €. Bereits in der zweiten Jahreshälfte 2019 zeichnete sich eine Verschlechterung der konjunkturellen Entwicklung der industrienahen Bereiche ab. Durch den Ausbruch der COVID-19 Pandemie gewann diese Entwicklung weiter an Dynamik. Insbesondere die Warenbereiche Präzisionswerkzeuge und Betriebseinrichtung sind von den Auswirkungen der Kurzarbeit im Maschinenbau und in der Automobilbranche sowie deren rückläufigen Investitionsvolumina betroffen. Während der positive Geschäftsverlauf beim Technischen Handel und Arbeitsschutz auf die Auswirkungen der Pandemie zurückzuführen ist, ist die Entwicklung bei den Elektrowerkzeugen das Ergebnis des gestiegenen Online-Absatzes der Fachhandelspartner. Die positive Gesamtentwicklung des Geschäftsbereichs Bau-Handwerk-Industrie basiert in weiten Teilen auch auf den gestiegenen Lagerumsätzen in beiden Bereichen.

Der Geschäftsbereich Haustechnik setzt seine erfolgreiche Entwicklung aufgrund der Neuausrichtung fort und baut das Geschäftsvolumen um 19,2 % auf 256,3 Mio. € aus. Vorübergehende pandemiebedingte Schließungen der Ausstellungen, ein erhöhter Verdrängungswettbewerb, Übernahmeaktivitäten sowie Montageengpässe im verarbeitenden Handwerk prägen die allgemeine Geschäftsentwicklung. Vor diesem Hintergrund ist die erreichte Entwicklung im Berichtszeitraum besonders hervorzuheben. Maßgeblich dazu beigetragen haben insbesondere die Gründung der Haustechnik-Genossenschaft Hategro und der damit einhergehende Gewinn neuer Fachhandelspartner. Die Exklusivmarke delphis wird seit dem 1. April 2020 durch delphisXpert, der neuen Exklusivmarke für Qualitätsprodukte aus den Bereichen Heizung und Installation, ergänzt.

Der durch die Factoring-Aktivitäten der TeamFaktor NW GmbH geprägte Geschäftsbereich TeamFaktor/Services kann das Volumen im Vergleich zum Vorjahr nochmals deutlich steigern, es wird ein Geschäftsvolumen von 1.015,0 Mio. € und damit ein Anstieg von 39,9 % ggü. dem Vorjahreswert erzielt. Die TeamFaktor NW GmbH hat sich als Spezialdienstleister für das Factoring des PVH am Markt etabliert. Seit August 2020 bietet die TeamFaktor NW GmbH den Fachhandelspartnern mit FactoringWerk eine weitere Dienstleistung an.

Ausblick auf 2021

Trotz der weiterhin bestehenden Herausforderungen ist Nordwest erfolgreich in das Geschäftsjahr 2021 gestartet Auf Konzernebene wird beim Geschäftsvolumen eine Entwicklung von +0 % bis +12 % ggü. Vorjahr erwartet. Das operative Ergebnis (EBIT) sieht Nordwest bei rund 13,0 Mio. € mit einer Bandbreite von +/-0,8 Mio. €.

Foto: Nordwest