BME: EMI gesunken, Aussichten positiver

Der Einkaufsmanagerindex (EMI) hat zum Jahresende 2025 sinkende Auftrags- und Produktionszahlen signalisiert. Gleichzeitig stiegen die Einkaufspreise. Die Geschäftsaussichten sind trotzdem optimistischer.

Der unter der Schirmherrschaft des Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) erstellte HCOB Einkaufsmanagerindex Deutschland notierte im Dezember 2025 mit 47,0 Punkten (nach 48,2 Punkten im November) auf dem tiefsten Stand seit zehn Monaten. Der Index beruht auf der Befragung von rund 500 Einkaufsleitern und Geschäftsführern der Verarbeitenden Industrie in Deutschland, die repräsentativ für die deutsche Wirtschaft nach Branche, Größe und Region ausgewählt wurden.

Aufgrund sinkender Auftragseingänge aus dem In- und Ausland, wurde die Fertigung im Dezember gedrosselt. Der Index verzeichnete den dritten Rückgang in den vergangenen vier Monaten. Die Einkaufspreise stiegen erstmals seit fast drei Jahren an und die Vorlaufzeiten haben sich verlängert. Das wird von den Unternehmen mit Kapazitätsengpässen der Zulieferer und den globalen Handelskonflikten begründet. Ein wesentlicher Treiber für die Einkaufspreise war die Verteuerung von Metallen sowie elektronischen Bauteilen.

Im Konsumgüterbereich gingen die Einkaufsmenge, die Fertigung und die Aufträge zurück. Die Verkaufspreise steigen leicht. Im Vorleistungsgüterbereich gibt es ein deutliches Plus bei den Fertigwarenlagern, eine geringere Produktion und die Erzeugerpreise sinken. Im Investitionsgüterbereich stagnierte die Produktion, die Beschäftigung sank bei guten Geschäftsaussichten.

Trotz der aktuellen Spannungen verbesserten sich die Geschäftsaussichten im Dezember den zweiten Monat in Folge und erreichten den höchsten Stand seit Juni 2025. Optimistisch stimmten die Marktteilnehmenden die erwartete Einführung neuer Produkte und die Aussicht auf höhere Investitionen in die Sektoren Verteidigung und Infrastruktur.

Bildtext Verlauf des Einkaufsmanagerindex seit 2008

Bild: BME