Grafik: ifo

Die Stimmung in den deutschen Chefetagen hat sich weiter aufgehellt. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Juni auf 86,2Punkte gestiegen, nach 79,7 Punkten1im Mai. Dies ist der stärkste jemals gemessene Anstieg.

Die aktuelle Lage wurde von den Unternehmen etwas besser beurteilt. Ihre Erwartungen machten zudem einen deutlichen Sprung nach oben. Das heißt, besonders im Verarbeitenden Gewerbe ist der Geschäftsklimaindex erneut merklich gestiegen. Dies war auf deutlich verbesserte Erwartungen der Industrieunternehmen zurückzuführen. So stark sind die Erwartungen bisher noch nie gestiegen. Die aktuelle Lage wird jedoch weiterhin von einer großen Mehrheit der Unternehmen als schlecht eingestuft. Im Dienstleistungssektor hat sich die steile Aufwärtsbewegung beim Geschäftsklima im Juni fortgesetzt. Insbesondere nahm der Pessimismus mit Blick auf das kommende halbe Jahr deutlich ab. Auch die Einschätzungen zur aktuellen Lage verbesserten sich merklich.
Im Handel ist der Geschäftsklimaindex erneut deutlich gestiegen. Die Indikatoren zu Lage und Erwartung erholten sich merklich im Vergleich zum Vormonat. Trotzdem erwarten viele Händler weiterhin eine schlechte Geschäftsentwicklung. Gegenwärtig ist die Stimmung im Einzelhandel weniger pessimistisch als im Großhandel. Im Bauhauptgewerbe hat sich das Geschäftsklima verbessert. Dies war erneut auf weniger pessimistische Erwartungen zurückzuführen. Die Baufirmen bewerteten ihre aktuelle Lage im Vergleich zum Vormonat etwas besser. Die deutsche Wirtschaft sieht also offenbar Licht am Ende des Tunnels.


Rainer Bröcher

Foto: Gedore

Die Führungsspitze des Herstellers von handgeführten Werkzeugen stellt sich mit Rainer Bröcher neu auf.

Ab dem 01.10.2020 tritt Bröcher in die Geschäftsführung der Gedore Holding ein. Mit der Verpflichtung legt das Unternehmen die Verantwortung für die Bereiche Sales und Operations in eine Hand, „um die Bedürfnisse des Marktes noch besser bei der Produktentwicklung und der Produktion einfließen zu lassen“. Rainer Bröcher übernimmt die Aufgaben von Chris Metzler, der nach fünf Jahren erfolgreicher Zeit bei Gedore im Einvernehmen mit den Gesellschaftern das Unternehmen verlässt. Gemeinsam mit Suzanne Wahab, seit Juni 2016 in der Geschäftsführung der Holding, wird Rainer Bröcher die Führung der Konzernspitze besetzen.


Dr. Eckard Kern

Foto: Eurobaustoff

Am 17. Juni 2020 gab die Eurobaustoff bekannt, im Januar nächsten Jahres nicht an der Internationalen Baumesse BAU in München teilzunehmen. Grund ist die seit Februar anhaltende Corona-Pandemie, die Großveranstaltungen jeglicher Art verhindert beziehungsweise massiv einschränkt.

Die Entscheidung war auf der Aufsichtsrats-Sitzung der Kooperation in Bad Nauheim von Aufsichtsrat und Geschäftsführung einstimmig getroffen worden. „Wir mussten uns jetzt entscheiden“, so Dr. Eckard Kern, Vorsitzender der Eurobaustoff Geschäftsführung. „Wir legen viel Wert auf die persönliche Kommunikation mit unseren Partnern aus der Industrie, dem Handel, den Verbänden und aus dem Dienstleistungsbereich. Dieses ist aus unserer Sicht auf der nächsten BAU nicht mehr gegeben.“ Er begründet dies unter anderem mit den Absagen auf Herstellerseite. Branchengrößen wie Schüco, Xella, Roto, Velux, BMI Group und Uzin haben ihre Teilnahme bereits öffentlich revidiert, andere bereiten diesen Schritt noch vor. Auch eine kürzlich durchgeführte Umfrage des BDB verzeichnete einen Stimmungswandel im Fachhandel.  Mehr als Zweidrittel der Verbandsmitglieder gaben an, nicht oder diesmal ohne Profikundenbegleitung an der Messe teilnehmen zu wollen.


Grafik: ZHH

Die dritte Umfrage des Zentralverband Hartwarenhandel e.V. (ZHH) zur Situation im Hartwarenhandel in der Corona-Krise signalisiert, dass nun auch der Produktionsverbindungshandel (PVH) die Folgen der Corona-Krise zu spüren bekommt. Hingegen profitiert der Hartwareneinzelhandel weiterhin von den Lockerungen der behördlichen Maßnahmen und der schrittweisen „Normalisierung“ des öffentlichen Lebens.

Situationsbeurteilung des PVH

Die Umsatzentwicklung im Mai wird von 60 % der befragten PVH-Unternehmen als schlechter (bis 5% Rückgang), viel schlechter (mehr als 5% Rückgang) oder sehr viel schlechter (mehr als 10% Rückgang) als im Vorjahresmonat bewertet. Dies ist nunmehr der zweite Monat in Folge, in dem gegenüber den (guten) Vorjahresmonaten empfindliche Verluste zu verzeichnen waren. Im März konnte der PVH im Durchschnitt noch ein mittleres einstelliges Wachstum erwirtschaften und auch das erste Quartal ist insgesamt erfreulich verlaufen. Immerhin ein Drittel der PVH´ler verzeichnet aber immer noch eine gleichbleibende und 5% sogar eine bessere (bis 5% Zuwachs) Umsatzentwicklung als im Mai 2019. Diese Entwicklung deckt sich mit den Berichten aus dem verarbeitenden Gewerbe, die signalisieren, dass Auftragsüberhänge aus dem Vorjahr weitestgehend abgebaut wurden, Nachfolgeaufträge aber merklich abgeflacht sind. Letzteres dürfte vor allem auf die sinkende Investitionsbereitschaft in der Industrie und der öffentlichen Hand zurückzuführen sein.

Situationsbeurteilung des Hartwareneinzelhandels

Der stationäre Facheinzelhandel spürt eine erfreuliche Solidarisierung der Endverbraucher mit dem lokalen Fachhandel, was sich in einer gesteigerten Bereitschaft zur Investition in hochpreisige Produkte, einer in vielen Regionen wieder erfreulichen Kundenfrequenz und einer deutlichen Abnahme von Preisdiskussionen spiegelt. Insbesondere steigt die Investitionsbereitschaft bei Sortimenten, die im Eigenheim und im Garten Verwendung finden. Denn viele Endverbraucher haben verstärkt ihr direktes Umfeld in den Blick genommen. Entsprechende Effekte bejahten jeweils fast die Hälfte der befragten Facheinzelhändler. Aufgrund seiner differenzierten Sortimentsstruktur sowie regionaler Unterschiede musste jedoch ein Drittel der Hartwarenhändler auch im Mai 2020 Verluste gegenüber dem Vormonat hinnehmen. Gegenüber Mai 2019 sogar fast 40% der Befragten. Doch sehr erfreulich: Über 50% verzeichneten wieder ein teilweise deutliches Umsatzplus verglichen zum April und zum Mai des Vorjahres. Dies kann unter dem Gesichtspunkt, dass bei der vorherigen Befragung im April noch über 60% der teilnehmenden Fachhändler mit langfristigen Umsatzrückgängen gerechnet haben, durchaus als erfreuliches Signal in der Corona-Krise gewertet werden. Die Auftragslage im Werkstattgeschäft sowie bei Montagen und Dienstleistungen ist auf Vorjahresniveau. Für Juni rechnen sogar fast zwei Drittel der Fachhändler mit einer gleichbleibenden oder besseren Entwicklung als im Mai.


Oliver Boensch: „Die Mitarbeiterzufriedenheit ist für uns ein überaus wichtiges Thema."

Foto: E.I.S.

Die Zeitschrift Focus Business und das Arbeitgeber-Bewertungsportal kununu.com haben zum zweiten Mal Deutschlands TOP-Arbeitgeber aus dem Mittelstand ausgezeichnet. Der E.I.S. Verband hat erneut einen Spitzenplatz errungen.

Die E.I.S. Beschaffungs- und Marketing GmbH & Co. KG (E.I.S.) konnte sich in diesem Jahr mit einer verbesserten Bewertung der Mitarbeiter/innen (4,5 von 5 möglichen Sternen) und einer erneuten Weiterempfehlungsrate von 100 % platzieren. „Wir freuen uns nach der ersten Auszeichnung 2019 auch dieses Jahr über die Würdigung als TOP-Arbeitgeber Mittelstand. Unsere mitarbeiterzugewandte, respektvolle und offene Unternehmenskultur zahlt sich erkennbar für alle Beteiligten aus“, so Oliver Boensch, Geschäftsführer des E.I.S. Verbands.
Basis der Erhebung waren wieder die bei kununu.com gelisteten Unternehmensprofile. Für eine Platzierung unter den Besten mussten die Unternehmen u.a. eine Gesamtwertung von mindestens 3,5 Sternen erhalten und darüber hinaus einen Unternehmensstandort in Deutschland haben. Grundlage für die Bewertung sind verschiedene Kriterien wie bspw. die Unternehmensgröße und die Gesamtzahl der Bewertungen. Zusätzlich wurde die E.I.S. als „Open Company“ und „Top Company“ ausgezeichnet.
„Die Mitarbeiterzufriedenheit ist für uns ein überaus wichtiges Thema. Wenn die Mitarbeiter Spaß an ihrer Tätigkeit haben, werden auch sehr gute Arbeitsergebnisse erzielt. Das trägt wesentlich zum Unternehmenserfolg des E.I.S. Verbands bei. Als erfolgreiches Unternehmen freuen wir uns dann über ein positives Image in der Außenwahrnehmung. Damit können wir uns als attraktiver Arbeitgeber positionieren. In Zeiten wachsenden Fachkräftemangels ist dies für das Personalmarketing von besonderer Bedeutung. Wir werden konsequent daran arbeiten, auch 2021 mit dieser wichtigen Auszeichnung bedacht zu werden“, erläutert Oliver Boensch abschließend.

 

 


Impression der GaLaBau von 2019

Foto: NürnbergMesse

Nach zahlreichem Feedback von Kundenseite hat die NürnbergMesse in enger Abstimmung mit dem Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V. (BGL) entschieden, die GaLaBau 2020 nicht wie geplant durchzuführen.

„Diesen Schritt gehen wir nicht unüberlegt und erst nach reiflicher Prüfung“, so Petra Wolf, Mitglied der Geschäftsleitung, NürnbergMesse. „In unsere Entscheidung, dass die GaLaBau erst 2022 wieder wie gewohnt in Nürnberg stattfinden wird, flossen maßgeblich die Wünsche unserer Aussteller und Besucher mit ein. Unser Angebot an die Branche ist nun, für 2020 ein Alternativkonzept vor Ort und virtuell auf die Beine zu stellen. Gleichzeitig ist dies aber nun der Startschuss für eine erfolgreiche GaLaBau 2022,“ so Wolf weiter.
Die GaLaBau sei eine Erlebnismesse. Sie lebe insbesondere von Live-Demonstrationen, Wettbewerben und der Möglichkeit, Maschinen, Geräte und Materialien anzufassen und auszuprobieren. „Auch wenn unsere Kunden den Bedarf haben, Kontakte zu knüpfen und sich über neue Produkte zu informieren, sind die Bedenken in der Branche aufgrund der Covid-19 Pandemie einfach zu präsent, um eine GaLaBau im gewohnten Format stattfinden zu lassen. Wir blicken nun optimistisch nach vorne und legen unsere volle Kraft in die GaLaBau 2022,“ so Petra Wolf.
Lutze von Wurmb, Präsident des Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V. (BGL), ergänzt: „Natürlich bedauern wir, dass unsere GaLaBau dieses Jahr nicht stattfinden kann. Oberste Priorität hat für uns jedoch, im Sinne der ganzen Branche zu agieren und keine Veranstaltung gegen deren Wunsch durchzuführen. Unser Ziel, mit der GaLaBau für Aussteller und Besucher ein besonderes Erlebnis zu schaffen und den vielfältigen Auf- und Ausbau von Geschäftsbeziehungen zu ermöglichen, lässt sich unter den Auswirkungen der Corona-Krise leider nicht einhalten. Wir sind jedoch sehr zuversichtlich, dass Teile der GaLaBau, wie beispielsweise der beliebte Landschaftsgärtner-Cup, vor Ort realisiert und virtuell für Zuschauer übertragen werden könnten. An solchen Überlegungen arbeiten wir nun mit Hochdruck.“
Die nächste GaLaBau wird also nun vom 14. bis 17. September 2022 im Messezentrum Nürnberg stattfinden.

 

 


Christian W. E. Haub: „Ich freue mich sehr über diesen nächsten wichtigen Schritt in der Weiterentwicklung der OBI-Organisation.“

Foto: OBI

Der Aufsichtsrat von OBI hat in seiner Sitzung vom 16. Juni 2020 beschlossen, den Vorstand um fünf neue, auf nunmehr insgesamt sieben, Mitglieder zu erweitern. Die strategische Transformation des OBI-Geschäftsmodells soll somit weiter vorangetrieben werden.

Neben Sergio Giroldi – der als Vorstandsvorsitzender (CEO) weiterhin das Unternehmen leitet und die strategische Entwicklung vorantreibt – und Finanzvorstand Oliver Geiling (CFO) werden künftig Franz-Peter Tepaß, Dr. Sebastian Gundel, Markus Vieler, Oliver Tackmann und Dr. Gonn Weide im Vorstand vertreten sein:

Franz-Peter Tepaß übernimmt als Chief Sales Officer (CSO) für Zentraleuropa mit der Verantwortung für den Vertrieb in den zentraleuropäischen Ländern (Deutschland, Ungarn, Tschechische Republik, Slowakei). Dr. Sebastian Gundel bekommt als Chief Customer Officer (CCO) die Verantwortung für die Definition des Kundenangebots, das Kanalmanagement sowie die Kundenkommunikation. Gundel wird auch weiterhin als Landesgeschäftsführer von OBI Österreich tätig sein.

Markus Vieler wird Chief Sourcing Officer mit der Verantwortung für alle Sourcing-bezogenen Aktivitäten von OBI. Vieler wird auch weiterhin als Landesgeschäftsführer von OBI Polen tätig sein. Oliver Tackmann wird Chief IT & Logistics Officer mit der Verantwortung für IT und Logistik von OBI und schließlich übernimmt Dr. Gonn Weide als Chief Strategy & Implementation Officer die Verantwortung für alle strategischen Themen und die Implementierung des Strategieprogramms.

„Ich freue mich sehr über diesen nächsten wichtigen Schritt in der Weiterentwicklung der OBI-Organisation und des Management-Teams, welches die strategische Transformation des OBI-Geschäftsmodells bereits erfolgreich vorangetrieben hat”, erklärt Christian W. E. Haub, Vorsitzender des Aufsichtsrats von OBI.

„Bei OBI stehen die Kunden im Mittelpunkt unserer Strategie. OBI bietet ein unverwechselbares Kundenversprechen, welches durch effiziente und effektive operative Prozesse ermöglicht wird. Ständige Veränderungen, Geschwindigkeit und die weiter steigende Komplexität des modernen DIY-Einzelhandels erfordern ein noch stärkeres Management-Team. Ich bin stolz auf alles, was wir bei OBI schon erreicht haben, und freue mich nun darauf, gemeinsam den zukünftigen Erfolg von OBI zu gestalten.“, sagt Sergio Giroldi, CEO von OBI.

 

 


Hornbach-Markt im niederländischen Zwolle

Foto: Hornbach

Der Hornbach Baumarkt AG Konzern hat im ersten Quartal (1. März bis 31. Mai 2020) des Geschäftsjahres 2020/21 Umsatz und Ertrag im Vergleich zum Vorjahresquartal sprunghaft gesteigert.

Nach ersten vorläufigen Ergebnissen ist der Konzernumsatz im Auftaktquartal um 18,4 Prozent auf 1,492 Mrd. Euro (Vj. 1,261 Mrd. Euro) gewachsen. Das um nicht-operative Ergebniseffekte bereinigte Betriebsergebnis (adjusted EBIT) erhöhte sich im Konzern um rund 90 Prozent auf ca. 160 Mio. Euro (Vj. 84,1 Mio. Euro).

Grund für die erhebliche Ergebnisverbesserung ist im Wesentlichen das starke Umsatzwachstum im In- und Ausland. Im Zuge der Coronakrise war die Nachfrage der Kunden im stationären und Online-Geschäft seit Mitte März - begünstigt auch durch das freundliche Frühjahrswetter 2020 - erheblich gestiegen. Die größten Umsatzzuwächse wurden im Mai 2020 mit plus 36 Prozent erzielt (März 2020: minus 2 Prozent; April 2020: plus 17 Prozent), nachdem alle der anfänglich bis zu 64, von behördlichen Verkaufsbeschränkungen betroffenen HORNBACH Bau- und Gartenmärkte wieder geöffnet worden waren.Die im Geschäftsbericht 2019/20 veröffentlichte Prognose für das Gesamtjahr 2020/21 bleibt dennoch vorerst unverändert. Der Vorstand verweist insoweit auf die erheblichen und schwer abschätzbaren konjunkturellen Risiken durch die Coronakrise im weiteren Geschäftsverlauf. Er hält es aus heutiger Sicht weiterhin für wahrscheinlich, dass die Konzernumsätze im gesamten Geschäftsjahr 2020/21 in etwa das Niveau des Geschäftsjahres 2019/20 (4,4 Mrd. Euro) erreichen werden und das bereinigte Konzernbetriebsergebnis (EBIT) leicht unter dem Vorjahreswert (181,8 Mio. Euro) liegen wird. Die endgültigen Zahlen des ersten Quartals 2020/21 werden in der Quartalsmitteilung am 26. Juni 2020 veröffentlicht.

 

 


Grafik: ifo

Die Stimmung unter den deutschen Unternehmen hat sich nach den katastrophalen Vormonaten etwas erholt. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Mai auf 79,5 Punkte gestiegen, nach 74,2 Punkten (saisonbereinigt korrigiert) im April.

 

 

Wie der Präsident des ifo Instituts, Clemens Fuest, erklärt, beurteilten die Unternehmen die aktuelle Lage zwar nochmals etwas schlechter, jedoch hätten sich ihre Erwartungen für die kommenden Monate deutlich verbessert. Trotzdem erwarte ein Großteil der Unternehmen noch immer eine Verschlechterung der Geschäftslage. Die ersten Lockerungen sorgten für einen Hoffnungsschimmer.

 

Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Geschäftsklimaindex deutlich gestiegen. Das war allerdings nur auf die stark verbesserten Erwartungen der Unternehmen zurückzuführen. Von Optimismus sind die Industriefirmen aber noch weit entfernt. Die aktuelle Lage stuften sie nochmals erheblich schlechter ein.

Im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima nach dem historischen Tief im April wieder merklich verbessert. Das liegt vor allem an deutlich gestiegenen Erwartungen. Die Dienstleister schätzten auch ihre aktuelle Lage etwas besser ein. Dennoch überwiegt bei den Unternehmen noch immer der Pessimismus.

Im Handel ist der Geschäftsklimaindex ebenfalls deutlich gestiegen. Hier haben sich sowohl die Lageeinschätzungen als auch die Erwartungen spürbar erholt. Insbesondere im Einzelhandel verbessern die Lockerungen die Stimmung.

Im Bauhauptgewerbe ist der Index wieder gestiegen, nachdem er zuletzt mehr als ein halbes Jahr gefallen war. Grund hierfür war ein historischer Anstieg der Erwartungen. Die aktuelle Lage schätzten die Baufirmen etwas schlechter ein.

 

 


Logo: Destatis

Die Neuaufträge im verarbeitenden Gewerbe in Deutschland sind im April 2020 aufgrund der Corona-Pandemie nochmals deutlich zurückgegangen, nachdem sie bereits im März deutlich gesunken sind. Das hat aktuell das Statistische Bundesamt (Destatis) bekannt gegeben.

Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang war nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes  im April 2020 saison- und kalenderbereinigt 25,8 Prozent niedriger als im März 2020. Dies ist der stärkste Rückgang seit Beginn der Zeitreihe im Januar 1991. Im Vergleich zum Vorjahresmonat April 2019 gab es einen kalenderbereinigten Rückgang um 36,6 Prozent. Ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen lag der reale Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe saison- und kalenderbereinigt 25,1 Prozent niedriger als im Vormonat.
Die Aufträge aus dem Inland gingen im April 2020 im Vergleich zum Vormonat um 22,3 Prozent zurück, die Auslandsaufträge verringerten sich um 28,1 Prozent. Dabei nahmen die Auftragseingänge aus der Eurozone um 30,6 Prozent ab. Die Auftragseingänge aus dem restlichen Ausland fielen um 26,7 Prozent gegenüber März 2020.
Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern lag der Auftragseingang im April 2020 um 22,7 Prozent niedriger als im Vormonat. Bei den Herstellern von Investitionsgütern gab es einen Rückgang um 30,6 Prozent. Im Bereich der Konsumgüter gingen die Aufträge um 11,4 Prozent zurück. Für März 2020 ergab sich nach Revision der vorläufigen Ergebnisse insgesamt ein Rückgang um 15,0 Prozent gegenüber Februar 2020 (vorläufiger Wert: -15,6 Prozent).


Umsatz: -22,8 Prozent saisonbereinigt zum Vormonat
Der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe lag nach vorläufigen Angaben im April 2020 saison- und kalenderbereinigt um 22,8 Prozent niedriger als im Vormonat. Für März 2020 ergab sich nach Revision der vorläufigen Ergebnisse ein Rückgang von 10,9 Prozent gegenüber Februar 2020 (vorläufiger Wert: -11,5 Prozent).


Foto: Fischer

Für ihr Konzept und Produktprogramm "Ganz ohne Werkzeug" hat die Unternehmensgruppe Fischer den Deutschen Marken-Award 2020 in der Kategorie „Beste Markendehnung“ gewonnen.

Die Auszeichnung zeuge von der erfolgreichen Marketingstrategie, durch die der Befestigungsspezialist mit seiner komplett neuen Sortimentsmarke seit der Markteinführung bis heute weitere Zielgruppen und Marktsegmente erschließt.
„Durch überzeugende Markenführung konnten wir gemeinsam mit unseren Handelspartnern mit 'Ganz ohne Werkzeug' neue Kunden hinzugewinnen und weitere Wachstumspotenziale erschließen“, sagt Michael Geiszbühl, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing Befestigungssysteme bei Fischer. „Wir freuen uns sehr über den Deutschen Marken-Award als wichtige Anerkennung und Auszeichnung für unsere Mitarbeiter.“
2018 erweiterte der Hersteller aus dem Schwarzwald sein Kernsortiment an Kunststoffdübeln, Stahlankern, chemischen Befestigungssystemen, Schrauben und vielem mehr um 'Ganz ohne Werkzeug' Produkte für werkzeuglose Do-It-Yourself-Projekte. Zusammen mit der begleitenden Kommunikation gelang es, mit den DIY-Lösungen Anwender neu anzusprechen, denen die Übung und das Werk-zeug für Befestigungen, Reparaturen und Verschönerungen zuhause fehlen.


Logo: NWS

Wie die Plattform RP-Online berichtet, zieht der Solinger Werkzeughersteller NWS in die zu Kreis Mettmann gehörende Stadt Haan. In dem einstigen Hagebaumarkt-Gebäude will das Unternehmen die benötigte Kapazitätserweiterung vornehmen.

Wie die Rheinische Post in ihrem Online-Portal darlegt, hat NWS Geschäftsführer Thomas Küll sein Unternehmen und die Gründe für den geplanten Wechsel in die Gartenstadt jetzt im Haaner Stadtentwicklungsausschuss vorgestellt. Demnach sucht die Firma NWS, die 130 Mitarbeiter an drei Standorten beschäftigt, schon seit längerem Kapazitäten für die dringend benötigte Erweiterung. Bereits vor drei Jahren habe man versucht, das Gelände zu kaufen, dies sei jedoch an zu hohen Preisvorstellungen des Hagebau-Gesellschafters gescheitert. Willibald Nöthen, der Gründer von NWS, wohnt in Haan.


Husqvarna führt ein neues Sortiment an Bodenschleifmaschinen ein.

Foto: Husqvarna

Der Baumaschinenhersteller Husqvarna Construction Products hat ein Sortiment von acht neuen Bodenschleifmaschinen entwickelt. Entgegen der ursprünglichen Ankündigung werden die neuen Maschinen wahrscheinlich erst im ersten Quartal 2021 zur Verfügung stehen.

„Aufgrund von Covid-19 verzögert sich unsere angekündigte Veröffentlichung und Auslieferung der neuen Husqvarna Bodenschleifmaschinen“, heißt es offiziell aus dem Unternehmen. Die neuen Maschinen der PG-Reihe werden demnach nicht 2020 auf den Markt kommen, sondern voraussichtlich im ersten Quartal 2021 zur Verfügung stehen. In der aktuellen Eisenwaren-Zeitung EZ 04-2020 wurde die zweite Jahreshälfte 2020 als Auslieferungstermin genannt.

Bei der Entwicklung der Maschinen hätten die Bedürfnisse des Benutzers im Mittelpunkt gestanden, hieß es in der ersten Ankündigung. „Die Einführung dieses Sortiments ist ein Quantensprung in der Branche“, erklärte Mark Michaels, Leiter des Produkt-Managements von Husqvarna Construction North America. „In Kombination mit unserem Sortiment an Staubabsauggeräten, Diamantwerkzeugen, Schulungen und Online-Service Angeboten ist diese Einführung eine unserer größten seit vielen Jahren – und eine Bekundung zu unserem langjährigem Engagement für unsere Kunden und die Entwicklung der Branche.“


Leonardo Verni: „Wir konnten für die Partnerschaft eines der erfahrensten Unternehmen in der Branche gewinnen.“

Foto: Gral

Die Gral Systeme GmbH geht eine neue Partnerschaft mit dem Wilh. Schlechtendahl & Söhne GmbH & Co. KG (WSS) ein. Für den Bereich Glasanwendungen außerhalb des Badezimmers stehen als neueste Ergänzung ab sofort auch die Beschlaglösungen von WSS zur Verfügung.

„Hiermit konnte eines der erfahrensten Unternehmen in der Branche gewonnen werden, denn WSS beschäftigt sich bereits seit 1906 mit der Entwicklung, der Fertigung und dem Vertrieb von Schlössern und Beschlägen für den Stahl-, Metall- und Glasbau“, freut sich Leonardo Verni, Geschäftsführer der Gral Systeme GmbH. Das traditionsreiche Unternehmen WSS befindet sich in Heiligenhaus, im Herzen der deutschen Schloss- und Beschlagindustrie.

Mit den jeweils über viele Jahre gewachsenen Kompetenzen im Bereich „Beschlag und Glas“ eröffnet die langfristig angelegte Zusammenarbeit neue Möglichkeiten in der Entwicklung intelligenter Lösungen für das Bauen und Gestalten mit Glas. Die Kunden der Gral Systeme GmbH können sich nun auf das Angebot von WSS-Produkten einstellen. So wurden teilweise mit Prüfzyklen von über eine Million Wiederholungen die Vorgaben der DIN um mehr als das Siebenfache überschritten. Das Ergebnis dieser Tests ist eine Garantie von fünf Jahren, die besonders bei den hohen Anforderungen in gewerblichen Gebäuden wertvolle Vorteile bietet.


Uwe Müller: „Wir können nun unseren Kunden zeitnah und passgenau die Mittel aus Sonderprogrammen zugänglich machen.“

Foto: E/D/E

Die Etris Bank, Tochterunternehmen der Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler GmbH (E/D/E), ist seit dem 19. Mai 2020 für die öffentlichen Finanzierungsprogramme bei der NRW.Bank akkreditiert.

Die Auswirkungen der Corona-Krise treffen den deutschen Mittelstand flächendeckend. Insbesondere in Zeiten einer angespannten Liquiditätssituation bekommt die Sicherung der Zahlungsfähigkeit einen noch höheren Stellenwert.

Die Etris Bank ist mit der Akkreditierung durch die NRW.Bank ab sofort in der Lage, ihren Kunden alle Förderprogramme der NRW.Bank und der KfW im Zusammenhang mit der Corona-Krise anzubieten. Damit wird für viele Mitgliedsunternehmen des E/D/E der schnelle Weg zu den besonderen Förderprogrammen im Rahmen von Corona ohne Beteiligung von Drittbanken ermöglicht. Auf diese Weise können die Kunden der Etris Bank zum Beispiel ab sofort den NRW.Bank-Universalkredit mit bis zu 80-prozentiger Haftungsfreistellung sowie den KfW-Schnellkredit mit 100-prozentiger Haftungsfreistellung zur Liquiditätssicherung ihres Unternehmens direkt über die Etris Bank beantragen.

Uwe Müller, Sprecher der Geschäftsführung der Etris Bank: „Vor dem Hintergrund der Corona-Krise und der damit verbundenen Belastungen haben wir eine Akkreditierung angestrebt, um unseren Kunden zeitnah und passgenau die Mittel aus Sonderprogrammen zugänglich machen zu können. Als neuer Finanzierungspartner der NRW.Bank kann die Etris Bank die finanzielle Stabilisierung ihrer Kunden jetzt noch besser unterstützen.“ Dr. Andreas Trautwein, Vorsitzender der Geschäftsführung der E/D/E GmbH und Aufsichtsrat der ETRIS BANK, ergänzt: „Seit Beginn der Corona-Krise haben wir im E/D/E und in unserer Bank alle Anstrengungen unternommen, um den Mitgliedsunternehmen des E/D/E den Zugang zu Fördermitteln zum Erhalt ihrer Liquidität zu erschließen. Für besondere Programme für den Mittelstand haben wir uns schon im ZGV in der Taskforce Liquidität intensiv eingesetzt. Wir sind stolz darauf, dass wir nun den Zugang zu den Fördermitteln durch unsere Akkreditierung direkt gewährleisten können.“


Mario Sommer: „Wir wollen mit der Teilnahme in diesem Messe-Zwischenjahr auch ein optimistisches Signal setzen.“

Foto: Wiha

Was Corona 2020 vereitelte soll nun 2021 nachgeholt werden – Handwerkzeughersteller Wiha wird im kommenden Jahr vom 21. bis 24. Februar, wie auch wieder in den Folgejahren im Regel-Rhythmus, an der Kölner Eisenwarenmesse teilnehmen. Voraussetzung sei natürlich, dass die weitere Entwicklung rund um Covid-19 die Messedurchführung zulässt.

Produkt-Highlights aus diesem und dem nächsten Jahr, ganzheitliche Konzepte und modulare Displaylösungen sollen dem Handel und weiteren Besuchern vor Ort vorgestellt werden. Der Hersteller verspricht ein spannendes Messeprogramm, auf das sich das Warten gelohnt haben wird.

Marketingleiter Mario Sommer kommentiert die Unternehmensentscheidung mit einem klaren Statement: „Die Plattform dieser Leitmesse bewerten wir für die Branche heute und in Zukunft als sehr wichtig. Wir sind davon überzeugt, dass diese Möglichkeit der Präsentation und des Dialoges zwischen Handel und Hersteller ein enormer Motor für die weitere Zusammenarbeit und Entwicklung ist.“ Gerade in einer so außergewöhnlichen und herausfordernden Zeit wie der aktuellen, wolle Wiha mit der Teilnahme in diesem Messe-Zwischenjahr auch ein optimistisches Signal setzen, wie Mario Sommer weiter erklärt. „Wir freuen uns sehr darauf mit Vollgas loszulegen und live zu zeigen, was Wiha alles im Petto hat. Daher halten wir an einer Teilnahme bis zum Schluss fest und hoffen sehr, dass der neue Termin planmäßig stattfinden kann.“


Abbildung: ZHH

Ergebnisse einer aktuellen Umfrage des Zentralverband Hartwarenhandel e.V. (ZHH) zur Situation im Hartwarenhandel zeigen, dass der Produktionsverbindungshandel (PVH) im April eine Verschlechterung der Umsatzsituation hinnehmen musste. Der Hartwareneinzelhandel profitiert hingegen teilweise schon von den Wiedereröffnungen der stationären Flächen.

Die Umsatzentwicklung im April wird von 56 Prozent der befragten PVH-Unternehmen als schlechter (bis 5 Prozent Rückgang), viel schlechter (mehr als 5 Prozent Rückgang) oder sehr viel schlechter (mehr als 10 Prozent Rückgang) als im Vorjahresmonat bewertet. Diese Entwicklung ist wenig überraschend, hatten doch im Vormonat bereits fast drei Viertel der befragten Unternehmen eine negativere Umsatzentwicklung prognostiziert. Im März konnte der PVH im Durchschnitt noch ein mittleres einstelliges Wachstum erwirtschaften. Immerhin 24 Prozent verzeichnen eine gleichbleibende und 22 Prozent sogar eine bessere (bis 5 Prozent Zuwachs) oder viel bessere (über 5 Prozent Zuwachs) Umsatzentwicklung als im Vorjahresmonat (Abbildung 1). Diese Unterscheidung dürfte zum einen mit den Kundengruppen zu tun haben, da Bau und Handwerk recht ordentlich laufen, während die Maschinen- und Werkzeugindustrie erhebliche Einbrüche verkraften muss. Zum anderen aber auch darauf zurückgeführt werden, dass mittlerweile wieder 93 Prozent der Befragten ihre stationäre Verkaufsfläche ganz oder teilweise geöffnet haben, und das Geschäft im B2B-Bereich von einer intensiven Außen- und Innendienstbetreuung lebt.

Situation im Hartwareneinzelhandel

Im Hartwareneinzelhandel haben derweil wieder alle Verkaufsstellen geöffnet, nachdem ab Mitte März rund ein Drittel der Händler ihre stationären Verkaufsflächen schließen musste. Im Hartwareneinzelhandel ist aufgrund seiner differenzierten Ausprägung und den regional unterschiedlichen Restriktionen seitens der Politik weiterhin kein einheitliches Bild darzustellen. Für den April meldeten 44 Prozent der befragten Unternehmen Umsatzrückgänge verglichen mit dem Vorjahresmonat. Dagegen konnten aber auch 38 Prozent der Facheinzelhändler ein (teilweise deutliches) Umsatzwachstum erzielen (Abbildung 3). Im Vergleich zum März 2020 stiegen die Umsätze bei 46 Prozent der Facheinzelhändler, während sie bei 39 Prozent zurückgingen. Dies kann unter dem Gesichtspunkt, dass bei der Befragung im April noch über 60 Prozent der teilnehmenden Fachhändler mit Umsatzrückgängen gerechnet haben, vorsichtig als erfreuliche Tendenz gewertet werden. Die Auftragslage im Werkstattgeschäft sowie bei Montagen und Dienstleistungen bewerten 33 Prozent der Befragten als gut, 45 Prozent als gleichbleibend und 22 Prozent als schlecht. Für den Mai rechnen 66 Prozent der Fachhändler mit einer gleichbleibenden oder besseren Entwicklung als im April.