Logo: BHB

 

 

Der Wunsch und das Bedürfnis, die Branchenfamilie zu treffen auf der einen Seite, das Gebot von Sicherheit und Abstand in Corona-Zeiten auf der anderen Seite: diese Herausforderung hat der BHB Handelsverband mit dem innovativen digitalen Veranstaltungsformat eBHB2020 angenommen.

Das neue Veranstaltungsformat transportiert starke Inhalte ebenso, wie es Austausch und Interaktion ermöglicht. Premiere ist am 3. und 4. Dezember. „Für alle Beteiligten in der Home-Improvement-Szene, seien es Händler, Lieferanten oder Dienstleister, spielt der persönliche Austausch eine wichtige Rolle. Es ist also unsere Aufgabe, den gerade jetzt so notwendigen Zusammenhalt auch auf eine digitale Ebene zu heben“, betont BHB-Hauptgeschäftsführer Dr. Peter Wüst.

Dies auch ohne physische Präsenz sicherzustellen, war die große Herausforderung für Planer und technisch Verantwortliche. Nun stehen als Ergebnis des Organisationsprozesses unterschiedliche Kombinationen von moderierten, offenen wie auch themengebunden Chaträumen und Diskussionsforen. Die Teilnehmer dürfen besonders auf diese Runden gespannt sein.

Natürlich steht aber auch die neue Variante des BHB-Kongresses für Kompetenz- und Wissenstransfer sowie Ausblicke und Analysen. Neben konstanten Eckpfeilern wie dem Lagebericht von BHB-Vorstandssprecher Peter Tepaß und dem Zahlen&Fakten-Part von Branchenanalyst Klaus-Peter Teipel, stehen mit Trendforscher Tristan Horx (Zukunftsinstitut), Professor Guido Quelle (Int. Marken-Kolloqium) und Mathias Gehrckens (GF Accenture, Strategieberatung) drei renommierte Experten mit ihren Einschätzungen für den Bau- und Gartenmarkthandel während und nach Corona auf dem Programm, das Dr. Peter Wüst moderiert. Die Erfahrungen der vergangenen Monate am Ruder eines des Handels-Großplayers wird erstmals Hornbach-Baumarkt-CEO Erich Harsch teilen.

„Ein rundes Konzept, angepasst an die Bedürfnisse und Besonderheiten einer digitalen Großveranstaltung“, so Peter Wüst.

Eines allerdings wird in diesem Jahr fehlen müssen. „Den DIY-LifetimeAward, der in diesem Jahr das Lebenswerk von Erich Huwer ehren sollte, werden wir erst vergeben, wenn wieder physische Veranstaltungen möglich sind. Solche emotionalen Momente wollen wir persönlich und gemeinsam ‚analog‘ feiern“.

Die Anmeldung zum eBHB2020 ist über die Website www.baumarktkongress.de möglich.


Impressionen von der spoga+gafa 2019

Foto: Koelnmesse

 

 

Die langfristige Terminverlegung der spoga+gafa in den Juni ist schon jetzt, auch mit dem einmaligen Termin Ende Mai bis Anfang Juni 2021, ein voller Erfolg. Dies zeigen die aktuellen Rebooking-Zahlen. Trotz der weltweiten Herausforderungen liegen die Anmeldungen, knapp neun Monate vor der nächsten spoga+gafa, mit einem Buchungsstand von über 90 Prozent, auf einem Vor-Corona-Niveau und in den meisten Hallen sogar darüber.

Der aktuelle Ausstellerstatus ist ein deutliches Signal: Die langfristige Terminverlegung bietet den Ausstellern branchenübergreifend neue Chancen für ihr Business, indem es dem veränderten Orderverhalten der Branchen noch besser gerecht wird. Nicht nur die Bestandsaussteller meldeten sich mit teilweise deutlichen Vergrößerungswünschen an, sondern es haben sich auch im erfreulichen Maße Unternehmen angemeldet, die in den letzten Jahren nicht teilnahmen. Dieses gilt unter anderem für den Barbecue-, den Dekorationssektor, die Halle 6 mit ihren Technik- und Ausstattungskunden sowie für den Möbelbereich.Auch in 2021 präsentiert sich die Weltleitmesse der Gartenlifestyle-Branchen wieder unter dem Thema „Nachhaltige Gärten“, denn laut aktueller Studien wird das Interesse der Konsumenten an nachhaltigen Produkten und smarten Lösungen in den nächsten Jahren noch zunehmen.

„Der aktuelle Anmeldestatus ist ein großartiges Signal für das Vertrauen der Branchen in die spoga+gafa und beweist, dass physische Networking-Formate für die Generierung von nachhaltigen Geschäftserfolgen unersetzbar sind“, erklärt Stefan Lohrberg, Director der spoga+gafa. „Unter dem #gardenbackstronger unterstreichen wir gemeinsam mit der Branche den Willen, in 2021 eine erfolgreiche Messe stattfinden zu lassen. Die Stärke einer physischen Veranstaltung ergänzen wir durch frische, digitale Formate, um auch die Kunden im Vorfeld, während und nach der Messe noch besser mit Mehrwerten zu unterstützen.“

Das Herzstück einer Messe ist der persönliche Kontakt: Um Networking auch in Corona-Zeiten so sicher und so erfolgreich wie möglich zu machen, hat die Koelnmesse nach den Vorgaben der Corona-Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen und in enger Abstimmung mit den Behörden in Köln Maßnahmen entwickelt, die lückenlos ineinandergreifen und das Miteinander auf der Messe regeln. Das Ziel: professionelle Sicherheit auf höchstem Niveau zu gewährleisten und eine Umgebung zu schaffen, in der das Business der Aussteller wieder wachsen kann.

Die aktuelle Lage immer im Blick, bereitet sich die Koelnmesse damit auf eine erfolgreiche, in knapp neun Monaten stattfindende spoga+gafa vor.


Grafik: IFH

 

 

Während in deutschen Supermärkten seit einigen Tagen schon Lebkuchen, Spekulatius und Co. in den Regalen stehen, wurden mancherorts die ersten Weihnachtsmärkte im „Coronajahr“ 2020 bereits abgesagt. Weihnachten wird in diesem Jahr unter Coronavoraussetzungen stattfinden, was für einige Konsumentinnen und Konsumenten teilweise mit Einschränkungen verbunden ist.

So werden viele in diesem Jahr Innenstädte und Weihnachtsmärkte meiden und Einkäufe eher online tätigen – so die neuesten Daten des Corona Consumer Check vom IFH Köln in Zusammenarbeit mit Sitecore und ecx.io, Teil der Agenturfamilie IBM iX.

77 Prozent der deutschen Konsumentinnen und Konsumenten rechnen damit, dass die Weihnachtszeit in diesem Jahr wegen Corona unter besonderen Voraussetzungen stattfinden wird. Die Mehrheit der für den Corona Consumer Check befragten Konsumentinnen und Konsumenten geben an, Weihnachtsmärkte und Innenstädte in der Weihnachtszeit meiden zu wollen. Die Auswirkungen der Pandemie auf das Weihnachtsgeschäft deuten 61 Prozent negativ.

43 Prozent der befragten Konsumentinnen und Konsumenten erwarten dieses Jahr ein verändertes Einkaufsverhalten in der Weihnachtszeit – bei 41 Prozent der Befragten bedeutet das, den Großteil der Weihnachsteinkäufe online zu tätigen. 31 Prozent geben an, sich von der Coronapandemie nicht in ihrem Einkaufsverhalten in der Weihnachtszeit beeinflussen zu lassen.

Der Onlinekanal ist nach wie vor Gewinner der Coronakrise – auch im Weihnachtsgeschäft. Die befragten Konsumentinnen und Konsumenten planen in diesem Jahr ihre Einkäufe um zehn Prozentpunkte mehr online zu tätigen als in der vergangenen Weihnachtssaison. Damit sind die Weihnachtseinkäufe stationär und online nahezu gleich verteilt (52 % stationär, 48 % online). Es ist somit mit einer Kanalverschiebung für das Weihnachtsgeschäft 2020 zu rechnen.


Carsten Scholz freut sich über die Auszeichnung.

Foto: Hazet

 

 

Das Magazin „Profi Werkstatt“ führte in Kooperation mit der Automechanika bereits zum vierten Mal die alle zwei Jahre stattfindende repräsentative Leserwahl durch, die Hazet nun nach 2014 erneut als „Beste Profi Werkstatt-Marke“ in der umkämpften Kategorie „Werkzeuge“ wieder für sich gewinnen konnte.

„Wir freuen uns außerordentlich darüber, uns den Spitzenplatz bei den Lesern der „Profi Werkstatt“ zurückerobert zu haben. Das zeigt uns, dass wir gleichbleibend gute Qualität in Produkten und Services liefern, die die Anforderungen unserer Zielgruppe treffen. Wir sehen diese Auszeichnungen als zusätzliche Motivation, weiter hochqualitative, auf den Anwender ausgerichtete Werkzeuge auf den Markt zu bringen, die bei unseren Anwendern einen Begeisterungsnutzen auslösen“, freut sich Carsten Scholz, Leitung Marketing & Werbung bei Hazet, im Rahmen der in diesem Jahr online verliehenen Auszeichnung.

Zum vierten Mal nach 2014, 2016 und 2018 wurde die Wahl online und offline zur besten Marke in verschiedenen Kategorien durchgeführt. Über ein halbes Jahr konnten Leser ihre Stimmen für ihre favorisierten Marken abgeben. Durch das Beantworten verschiedener Fragen beurteilen die Teilnehmer das Image, die Qualität und den Service der zur Wahl stehenden Unternehmen. Insgesamt konnte in 22 Kategorien von A wie Achsvermessung bis W wie Werkzeuge gewählt werden.


 

 

Mit Thorsten Schmidt übernimmt ein ausgewiesener Kenner der Baubranche die Leitung der Eurobaustoff Unternehmenskommunikation.

Foto: Eurobaustoff

 

 

In der Unternehmenskommunikation der Eurobaustoff steht zum 1. Januar 2021 ein Wechsel an. Nach über 14 Jahren gibt Bereichsleiter Franz-Josef Segin aus Altersgründen die Führung ab. Sein Nachfolger wird Thorsten Schmidt, der seit über 20 Jahren als Redakteur in der Baubranche tätig ist.

Thorsten Schmidt (55) ist ein erfahrener Fachredakteur in der Baubranche, Senior Manager Programm in der Rudolf Müller Mediengruppe und damit redaktionell verantwortlich für das offizielle Verbandsorgan des „BDB – Deutscher Baustoff-Fachhandel“ und Wirtschaftsmagazin Baustoffmarkt. Ende 1998 startete er zunächst mit der redaktionellen Betreuung der Fachzeitschrift Schloss+Beschlagmarkt im Wohlfarth-Verlag, Duisburg, bevor er 2004 als Chefredakteur die Verantwortung für diesen Programmbereich übernahm. Seit 2010 war Schmidt als Senior Manager Programm für den Baustoffmarkt verantwortlich. Mit dem Verkauf des Wohlfarth Verlages an die Rudolf Müller Mediengruppe in Köln übernahm Thorsten Schmidt die Leitung der Fachmedien im Bereich Handel und kümmerte sich in dieser Zeit verstärkt um die Entwicklung neuer Angebote für den Verlag.

„Wir sind froh, dass wir einen ausgewiesenen Kenner der Baubranche für die Leitung unserer Unternehmenskommunikation gewinnen konnten“, freut sich Dr. Eckard Kern, Vorsitzender der Eurobaustoff Geschäftsführung. „Thorsten Schmidt bringt alle Voraussetzungen mit, sicher in der Außenwirkung in der Branche zu kommunizieren. Er wird die Kommunikation intern und extern noch stärker auf die neuen Anforderungen innerhalb einer sich stark verändernden Medienlandschaft fokussieren.“

Der überzeugte Hamburger startet am 1. Oktober in seiner neuen Aufgabe in Bad Nauheim. Franz-Josef Segin wird ihn in einer Übergangszeit bis Januar 2021 begleiten, unterstützen und ihm nach und nach die Aufgaben übergeben.


Grafik: ifo

 

 

Die Stimmung unter den Unternehmenslenkern ist weiter im Aufwind. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im August auf 92,6 Punkte gestiegen, nach 90,4 Punkten (Saisonbereinigt korrigiert) im Juli. Die Unternehmen beurteilten die aktuelle Lage im Vergleich zum Vormonat merklich besser.

Ihre Erwartungen fielen zudem leicht optimistischer aus. Die deutsche Wirtschaft ist auf Erholungskurs. Im Verarbeitenden Gewerbe hat sich das Geschäftsklima erheblich verbessert. Die Einschätzungen der Unternehmen zur aktuellen Lage machten einen Sprung nach oben. Trotzdem beurteilen noch viele Industriefirmen ihre wirtschaftliche Lage als schlecht. Der Ausblick auf die kommenden Monate fiel erneut optimistischer aus. Die Auftragsbücher füllen sich wieder. Im Dienstleistungssektor ist der Geschäftsklimaindex stark gestiegen. Die Dienstleister waren deutlich zufriedener mit ihrer aktuellen Geschäftslage. Auch der Ausblick auf die kommenden sechs Monate verbesserte sich weiter.

Im Handel hat sich die Aufwärtsbewegung des Geschäftsklimas merklich abgeflacht. Die Händler waren zwar etwas zufriedener mit ihrer aktuellen Lage. Jedoch blieben die Erwartungen nahezu unverändert pessimistisch. Im Großhandel war das Geschäftsklima sogar rückläufig. Im Bauhauptgewerbe befindet sich das Geschäftsklima weiter im Aufwind. Die Baufirmen waren erneut mit ihrer aktuellen Lage zufriedener. Ihre Erwartungen sind jedoch weiterhin pessimistisch, wenn auch nicht mehr so stark wie im Vormonat.


Logo: GfK

 

 

Die Hoffnung auf eine rasche Erholung des Konsumklimas hat im August einen deutlichen Dämpfer erhalten. Nach drei starken Anstiegen in Folge verliert der Indikator spürbar. Während Konjunkturerwartung und Anschaffungsneigung nur noch minimal zulegen, muss die Einkommenserwartung einen deutlichen Rückgang hinnehmen.

Da auch die Sparneigung aktuell ansteigt, prognostiziert GfK für September 2020 einen Wert von -1,8 Punkten und damit 1,6 Punkte weniger als im August dieses Jahres (revidiert -0,2 Punkte). Das sind Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für August 2020.

„Steigende Infektionszahlen und die Furcht vor einer Verschärfung der Corona-bedingten Beschränkungen sorgen für Verunsicherung und drücken folglich auf die Stimmung. Die Mehrwertsteuersenkung, die zum 1. Juli in Kraft trat, kann die Konsumneigung zwar stützen, aber aktuell noch keine stärkeren Impulse verleihen“, erklärt Rolf Bürkl, GfK Konsumexperte. „Ob es sich hierbei nur um eine vorübergehende Eintrübung handelt, hängt vor allem von der weiteren Entwicklung des Infektionsgeschehens und den von der Politik zu ergreifenden notwendigen Maßnahmen ab.“

Einkommenserwartung

Besonders deutlich zeigt sich die Verunsicherung bei der Einkommenserwartung, die nach drei Anstiegen in Folge im August wieder spürbare Einbußen erleidet. Der Indikator sinkt nach einem Minus von 5,8 Punkten auf 12,8 Punkte – ein Minus von gut 37 Punkten gegenüber dem Vorjahreswert.

Anschaffungsneigung

Im Gegensatz zu den Einkommensaussichten kann die Anschaffungsneigung ihr gutes Niveau noch einmal verbessern. Mit einem Plus von 1,2 Zählern ist der Zuwachs allerdings gering. Mit aktuell 43,7 Punkten liegt der Indikator nur noch gut fünf Zähler unter dem Wert des Vorjahres.

Konjunkturaussichten

Die Konjunkturaussichten der Verbraucher legen im August ebenfalls zum vierten Mal in Folge zu. Allerdings ist auch hier der Zuwachs mit 1,1 Zählern eher gering. Der Indikator klettert auf 11,7 Punkte. Dies ist bereits der vierte Anstieg in Folge. Ein besserer Wert wurde zuletzt mit 14,8 Punkten im November 2018 gemessen.


Die Gesellschafterversammlung fand coronabedingt mit Sicherheitsabstand statt.

Foto: EVB BauPunkt

 

 

Die EVB BauPunkt sieht sich trotz der Coronakrise für die Zukunft gut aufgestellt – unter anderem wegen der im vergangenen Jahr erfolgten Investitionen in den IT-Bereich. Die Verbundgruppe war auch auf dem vorläufigen Höhepunkt der Pandemie voll handlungsfähig, berichtete jetzt Geschäftsführer Steffen Eberle auf der Gesellschafterversammlung.

Die Gesellschafterversammlung fand jetzt coronabedingt mit erheblichem Zeitverzug in Bad Boll statt. Zum zentralen Verbundgruppenereignis konnten zwei neue Gesellschafter willkommen geheißen werden: Robeer Scherer von der Firma HVS Scherer mit Sitz in Frankfurt/Main und Raphael Bauhöfer von der Firma Bauhöfer-Werkzeughandel in Achern.

Die beiden Neuzugänge sind für die EVB BauPunkt auch deshalb bedeutend, weil im Berichtsjahr 2019 einige Fachhandelsunternehmen aus dem Gesellschafterkreis ausgeschieden sind. Der zentralfakturierte Umsatz ging daher um 9,7 Prozent auf 108,2 Mio. Euro zurück. Bereinigt um die Abgänge stiegen die Erlöse jedoch um zwei Prozent. Die Eigenkapitalquote blieb nahezu unverändert, zudem konnte wieder ein Bonus an die Gesellschafter ausgeschüttet werden.

Auf Zustimmung im Gesellschafterkreis stieß die Entscheidung, die Zusammenarbeit mit dem E/D/E in der MAB Mittelstandsallianz Baugeräte GmbH zum Ende des Jahres 2020 einzustellen. Beirat und Geschäftsführung waren nach intensiven Beratungen zu der Erkenntnis gelangt, dass die EVB BauPunkt erfolgreicher ist, wenn sie sich auf ihre Tugenden besinnt und auf die eigenen Stärken und Kompetenzen konzentriert. Geschäftsführer Steffen Eberle geht davon aus, dass die Coronakrise zeitversetzt auch die Baubranche treffen wird. „Wir müssen uns für härtere Zeiten rüsten“, sagte er und kündigte an, im Markt verstärkt Akzente zu setzen. Das Geschäftsjahr 2020 verläuft bisher sehr zufriedenstellend, das Betriebsergebnis liegt aktuell über Plan. Ein Ausblick auf das Jahresende ist laut Steffen Eberle allerdings schwierig und insbesondere von der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie abhängig.

Zum Erfolg soll unter anderem die neu geschaffene Webshop-Lösung der Verbundgruppe beitragen. Damit kann sich jeder Gesellschafter seinen eigenen, individuellen Onlineshop einrichten. Die vom Kunden georderten Artikel werden im von der profibau betriebenen Zentrallager der EVB BauPunkt kommissioniert und im Namen des Gesellschafters direkt an den Besteller geliefert. Das komplette Datenmanagement übernimmt die profibau, nur die Verrechnung erfolgt über den Gesellschafter.


Foto: Gardena

 

 

Die Finalisten stehen fest - die Auszeichnung für Unternehmer, Erfinder und Gründer wird in diesem Jahr im Rahmen einer digitalen Live-Übertragung am 2. September 2020 verliehen.

Mit dem Gardena garden award werden in diesem Jahr zum zweiten Mal in Partnerschaft mit der Koelnmesse und dem Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten (BHB) innovative Unternehmer, Erfinder und Gründer ausgezeichnet, die nachhaltige Lösungen für die Zukunft des „digitalen Gartens“ im Blick haben. Die Verleihung findet am 2. September 2020 als digitale Veranstaltung statt. Die Live-Übertragung des Finales beginnt um 11 Uhr.

Die Jury von Gardena hat zunächst drei Kandidaten im Hinblick auf den Innovationsgrad und den Nachhaltigkeitsaspekt als Finalisten ausgewählt. Diese können in der Finalrunde nun sich selbst und ihre Konzepte der Jury präsentieren. Nach Beratung der Jury werden dann unmittelbar die Platzierungen bekannt gegeben und der Sieger gekürt. Nominiert für die Endrunde wurden die folgenden drei Gründerteams: Bioblinds (Deutschland), Compost Urbain (Frankreich) und Plantura (Deutschland).

„Gerade in unruhigen Zeiten bleibt es wichtig, Start-Up für deren Ideen internationale Sichtbarkeit zu geben. Auch wenn die spoga+gafa in diesem Jahr erstmalig nicht wie geplant stattfindet, so sind und bleiben wir auch 2020 gerne Partner der guten Ideen und somit des einmalig anderen Gardena garden award. Wir freuen uns darauf, ihn dann im kommenden Jahr, 2021, auch wieder physisch auf und während der größten Gartenmesse der Welt stattfinden zu lassen“, sagt Catja Caspary, Geschäftsbereichsleiterin Messemanagement der Koelnmesse GmbH.


Foto: Einhell

 

 

Der Werkzeug- und Gartengerätehersteller Einhell konnte im ersten Halbjahr 2020 Umsatz und Gewinn kräftig steigern. Das coronabedingte Wachstum in den Baumärkten hat den Trend unterstützt. Für das zweite Halbjahr wird weiteres Wachstum vorausgesagt.

Der Hersteller Einhell hat im ersten Halbjahr 2020 einen Umsatz von 341,6 Mio. Euro erwirtschaftet, was eine Steigerung gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum von 5,8 Prozent bedeutet. Das Ergebnis vor Steuern beträgt 23,3 Mio. Euro. Dies entspricht einer Rendite von 6,8 Prozent (im Vorjahr 6,3 Prozent).

Ein starker Auftritt in den Baumärkten, am Point of Sale und im Onlinehandel bildet die Grundlage für den deutlichen Umsatzanstieg. Hier zahlten sich die hohen Investitionen in Listungen und E-Commerce aus den vergangenen Jahren aus, so das Unternehmen. Außerdem weise Einhell eine starke und breite Distribution auf.

„Inzwischen ist Einhell in allen relevanten Baumärkten gelistet und war trotz der Corona-Krise immer lieferfähig. Die Corona-Krise hat in Deutschland einen do-it-yourself Boom ausgelöst, was sich in steigenden Umsätzen zeigt. Auch die Umsätze in den Monaten Januar und Februar 2020 waren bereits sehr stark. Das zweite Quartal 2020 war aber das umsatzstärkste in der bisherigen Firmengeschichte von Einhell“, so Vorstandsvorsitzender Andreas Kroiss.

Ein entscheidender Umsatzfaktor und wichtiger Wachstums- und Technologietreiber stellt für Einhell das Akkusystem Power X-Change dar. Mit inzwischen über 170 Akku-Werkzeugen und Gartengeräten bietet Einhell die breiteste und tiefste Akku-Plattform auf dem DIY-Markt.

Aufgrund der ungebrochen hohen Auftragslage hofft Einhell auf ein ebenso positives zweites Halbjahr. Aus heutiger Sicht wird mit einem Umsatz von ca. 620 – 630 Mio. Euro und einer Umsatzrendite vor Steuern von ca. 5,5 Prozent - 6,0 Prozent für das Geschäftsjahr 2020 gerechnet.


Logo: BHB

 

 

Der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e.V. (BHB) hat die Branchenzahlen für das erste Halbjahr 2020 vorgelegt. Die Bau- und Gartenfachmärkte in Deutschland haben in dem Zeitraum ein Umsatzplus von 15,6 Prozent zu verzeichnen.

Wie der BHB erklärte, hätten die Bau- und Gartenfachmärkte in Deutschland die erste Phase der Corona-Krise seit März gut bewältigt. Das heißt, die Handelsbetriebe der DIY- und Gartenbranche in Deutschland konnten im ersten Halbjahr einen Umsatz von 11,82 Mrd. Euro und damit einen Zuwachs von 15,6 Prozent (auf bereinigter Fläche von +16,0  Prozent) verbuchen. Auch die DIY-Händler in Österreich (1,49 Mrd. Euro, + 8,3  Prozent, flächenbereinigt +7,1  Prozent) und der Schweiz (1,82 Mrd. CHF, + 3,5  Prozent, flächenbereinigt +3,6  Prozent) zeigten in der Krise trotz teils langer Marktschließungen sehr gute Performance. Laut BHB stellen die derzeit guten Zahlen zunächst einmal nur eine Momentaufnahme in einer sehr volatilen Sonderkonjunktur dar. Auf ein insgesamt positives Umsatz- und dann in der Folge auch ein gutes Jahresergebnis würden die nächsten Monate entscheidenden Einfluss haben.

Besonders spannend ist der Blick in die Veränderungen bei den einzelnen Sortimentsgruppen. Hier ist deutlich abzulesen, welche Sorgen und Probleme die Kunden beschäftigt haben und welche Produkte und Projekte während der Kontaktbeschränkungen umgesetzt wurden.

Spitzenreiter unter den Umsatzzuwächsen in den 22 vom Total-Store-Report erfassten Sortimentsgruppen:

·         Anstrichmittel/ Malerzubehör: + 37,6 Prozent

·         Holz (auch Gartenholz): +29,1 Prozent

·         Gartenausstattung (inkl. Gartenhäuser): +25,1 Prozent

·         Bauchemie/ Baumaterial: +24,9 Prozent

·         Gartenmöbel: +21,4 Prozent

 


Über 280 Sonderpreis Baumärkte sind inzwischen in Deutschland am Netz.

Foto: Fishbull

Die Fishbull Franz Fischer Qualitätswerkzeuge GmbH hat eine weitere Filiale ihrer Baumarkt-Discounter-Kette Sonderpreis Baumarkt eröffnet. Mit dem neuen Markt in Weimar betreibt das Unternehmen deutschlandweit inzwischen über 280 Standorte.

Das neue Geschäft in der Industriestraße in Weimar ist seit dem 3. August für die Kundschaft geöffnet und hält auf einer Fläche von rund 850 Quadratmetern mehrere Tausend Artikel vor – dazu gehören unter anderem Werkzeuge, Kleineisenwaren, Farben, Malerzubehör sowie Produkte aus den Bereichen Auto, Garten, Hobby und Haushalt. „Ob Heimwerker, Renovierer oder Gärtner: Bei uns findet jeder die benötigten Teile für sein Vorhaben. Durch unser kompaktes Raumkonzept halten wir die Marktkosten und unsere Preise sehr niedrig – trotz hoher Produktqualität“, sagt Franz Fischer, Geschäftsführer der Fishbull Franz Fischer Qualitätswerkzeuge GmbH. „Ein großer Schwerpunkt liegt bei unseren Baumärkten auf dem Sortiment der Schrauben und Kleineisen. Diese Artikel verkaufen wir zum einheitlichen Kilogrammpreis“, so Fischer weiter.

Unternehmensangaben zufolge sollen im Verlauf des Jahres weitere Neueröffnungen folgen.


Michael Bräuer, Leiter Öffentlichkeitsarbeit und Markenbotschafter von Abus, präsentiert den „EISEN 2020".

Foto: Abus

Am 6. August 2020 wurde zum 5. Mal in Folge der hochkarätige, internationale „EISEN Innovation-Award 2020 powered by ZHH“ für außergewöhnliche Produktinnovationen verliehen. Ausgezeichnet wurden die Unternehmen Abus, Bernstein und Knipex. Einen Sonderpreis erhielt das CAS-Cordless Alliance System.

In diesem Jahr wurde der Preis einmal ganz anders verliehen: Virtuell als digitale Eventshow. Die bewegten Bilder dazu, die am 6 August 2020 ab 10.00 Uhr im Netz unter eisenwarenmesse.de/eisen freigeschaltet wurden, waren zu Beginn noch nicht störungsfrei auf jedem Internet-Browser zu sehen. Dieser technische Bug ist aber inzwischen behoben.

Von den 75 Bewerbungen schafften es zehn in die engere Auswahl. Auch diesmal wurden die Gewinner wieder durch eine hochkarätige Jury aus Presse, Handel, Forschung, Handwerk und Design ausgewählt. Bewertet wurden unter anderem Kriterien wie Funktionalität, Design, Ergonomie, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit.

Ausgeschrieben war der Preis in den Kategorien Werkzeug, Befestigungstechnik und Industriebedarf. Folgende Unternehmen wurden schließlich mit dem „EISEN Innovation-Award 2020 powered by ZHH“ ausgezeichnet:

Abus August Bremicker Söhne KG für den drahtlosen Fensterantrieb HomeTec FCA3000/FSA3550. Der kabellose Fensterantrieb macht die Terrassentür zum sicheren Hintereingang. Er öffnet und schließt einfach per Knopfdruck oder mit einem Zahlencode.

Bernstein Werkzeugfabrik Steinbrücke GmbH für den Kugelgelenk-Schraubstock Spannfix 4. Mit einer Maulweite von 100 mm ist der Spannfix 4.0 der größte Kugelgelenk-Schraubstock auf dem Markt. Dank seiner Flexibilität spannt er Werkstücke kraftvoll in jedem Winkel.

Knipex-Werk C. Gustav Putsch KG für den Tubix Rohrabschneider. Dank seiner Quicklock-Technologie lässt sich der Rohrabschneider mit nur einer Hand präzise positionieren und fixieren.

Die Jury hat sich in diesem Jahr entschieden, einen Sonderpreis an eine besonders nachhaltige und effiziente Innovation zu vergeben: und zwar für das Cordless Alliance System CAS. In einer beispiellosen Zusammenarbeit hätten sich 17 Hersteller zu einer gemeinsamen Allianz, dem Cordless Alliance System, zusammengeschlossen, heißt es in der Begründung der Jury. Die Akku-Technologie selbst kommt von der Metabo Gruppe. Die CAS Partner sind ein Verbund von Generalisten und Spezialisten mit klarem Fokus auf Elektrowerkzeugen für professionelle Anwendungen.

Auch die Initiatoren des Zentralverband Hartwarenhandel e.V. (ZHH) und die Koelnmesse sowie Kooperationspartner der Internationalen Eisenwarenmesse freuen sich mit den Gewinnern und über den Erfolg des Innovationpreises: „Die Koelnmesse und der ZHH bieten der Branche eine internationale Plattform für Spitzenprodukte und Innovationskraft. Wir gratulieren den Gewinnern zu ihren herausragenden Leistungen,“ erklärt Oliver Frese, Chief Operating Officer der Koelnmesse. „Wir freuen uns über die zahlreichen, internationalen Einreichungen. Der Award ist für unsere Verbandsmitglieder eine hochkarätige Auszeichnung und steht für Fortschritt, Innovation und Nachhaltigkeit. Im Rahmen dieser Kooperation bieten wir den Produktinnovationen unser Mitgliedsunternehmen eine einzigartige Sichtbarkeit und Strahlkraft,“ fügt Thomas Dammann, Hauptgeschäftsführer des ZHH, hinzu.


 

Physische Präsenz auf der Festbühne wie bei der Preisveryleihunh 2018 wird es in diesem Jahr nicht geben.

Foto: Koelnmesse

Die Gewinner des „EISEN Innovation-Award 2020 powered by ZHH“ stehen fest. Weil der übliche Rahmen, die Internationale Eisenwarenmesse in Köln in diesem Jahr nicht stattgefunden hat, erfolgt die Preisverleihung als digitale Eventshow im Livestream.

Ausgewählt wurden die Gewinner des „EISEN Innovation-Award 2020 powered by ZHH“  wieder durch eine hochkarätige Jury aus Presse, Handel, Forschung. Handwerk und Design. Dabei wurden unter anderem Kriterien wie Funktionalität, Design, Ergonomie, Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und Umwelt bewertet. Die Initiatoren Zentralverband für Hartwarenhandel e.V. (ZHH) und die Koelnmesse sowie Kooperationspartner der Internationalen Eisenwarenmesse sehen der Auswahl der Gewinner und den Bewertungen der Jury gespannt entgegen.

 

Digitale Eventshow im Netz

Die Preisverleihung wird in diesem Jahr zum virtuellen Erlebnis, denn die heißbegehrte Trophäe wird am 6. August 2020 um 10.00 Uhr erstmalig rein digital verliehen. Jeder kann dabei sein und zwar unter diesem Link im Netz.

Die außergewöhnliche Auszeichnung gewinnt laut Koelnmesse und ZHH mit jeder Verleihung an Popularität und ist zu einer festen Institution der Hartwarenbranche geworden. Dies zeigt auch die große Resonanz. Es wurden 75 Bewerbungen eingereicht, und es nahmen insgesamt 60 Unternehmen aus 14 Ländern teil; davon wurden zehn Produkte nominiert. Bewerben konnte man sich in den Kategorien Werkzeuge, Befestigungstechnik & Industriebedarf.

„Wir haben uns über die zahlreichen, internationalen Bewerbungen sehr gefreut. Dies zeigt uns deutlich, dass der Preis auch eine internationale Strahlkraft und Sichtbarkeit besitzt,“ erklärt Catja Caspary, Geschäftsbereichsleiterin Koelnmesse. Der Geschäftsführer des Zentralverbandes Hartwarenhandel e.V., Thomas Dammann, ist von der Wirkung des Preises überzeugt: „Mit der Nominierung und Verleihung bieten wir den Mitgliedern im Handel und dem Verwender eine fundierte Orientierung über die innovativsten neuen Produkte im Veranstaltungszyklus. Die Auszeichnung mit ihren begleitenden Kommunikationsmaßnahmen sind Anerkennung und Verkaufsargument zugleich.“

Physisch können die Gewinner- und Nominierten-Produkte auf der nächsten Internationalen Eisenwarenmesse, die vom 21.bis 24. Februar 2021 in Köln stattfindet, bestaunt werden. Der nächste „EISEN Innovation-Award“ wird in 2022 verliehen.


Vor der Bedienung von Maschinen müssen Mitarbeiter über Handhabung und Risiken informiert werden.

Foto: ClipDealer

Laut Arbeitsschutzgesetz haben Arbeitgeber ihre Beschäftigten ausreichend und angemessen über Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz zu unterweisen. Für die Bedienung von Maschinen bedeutet das: Mitarbeiter in diesem Arbeitsbereich müssen über die Handhabung und spezielle Risiken der Maschinen informiert sein, bevor sie ihre Tätigkeit aufnehmen.

Die Betriebsanleitung des Herstellers liefert sämtliche Anweisungen und Warnhinweise zu einer Maschine. Diese Herstellerinformationen und das betriebseigene Wissen aus den regelmäßig stattfindenden Gefährdungsbeurteilungen muss der Arbeitgeber an die Mitarbeiter weitergeben, bevor diese mit der Maschine arbeiten. „Außerdem ist er in der Pflicht, geeignete Maßnahmen zur Prävention zu ergreifen“, ergänzt Christina Müller, Sicherheitsexpertin bei der Nürnberger Versicherung. In kleineren Firmen führt der Arbeitgeber Einweisungen meist selbst durch. Stellvertretend können diese aber auch von fachlich geeigneten Personen übernommen werden. Grundsätzlich gilt: Der sicherheitstechnische Zustand und die Funktionsfähigkeit der Maschinen muss regelmäßig geprüft werden. „Der Arbeitgeber sollte dabei beispielsweise auf intakte Elektrokabel, dichte Hydraulikleitungen und unbeschädigte Sicherheitseinrichtungen wie den Notausschalter achten“, so Müller. Außerdem muss beim Einsatz bestimmter Maschinen für jeden Mitarbeiter eine vollständige Schutzausrüstung vorhanden sein.

Die richtige Versicherung

Regelmäßig durchgeführte Einweisungen können die Fehlerquote zwar reduzieren, doch menschliches Fehlverhalten ist auch dann nicht komplett ausgeschlossen. Damit der Betrieb bei Schäden durch Bedienungsfehler und unsachgemäße Handhabung nicht auf den Reparaturkosten sitzen bleibt, empfiehlt sich der Abschluss einer Maschinenversicherung. Für den versicherten Betrieb ist es meist von Vorteil, wenn die Maschinenversicherung für die Reparaturkosten aufkommt oder bei einem Totalschaden den Zeitwert der Maschine erstattet – und das nicht nur bei Bedienungsfehlern oder unsachgemäßer Handhabung. Eine gute Versicherung leistet auch Entschädigung bei technischen Defekten an Schutz- und Sicherheitseinrichtungen sowie bei Schäden, die durch Kurzschlüsse, Konstruktionsfehler, Überspannung und Überhitzung entstehen. Je nach Versicherung sind auch Defekte durch äußere Einwirkung, beispielsweise Frost, Vereisung, Sturm, Flüssigkeiten oder Sabotage, mit abgedeckt.


Reuter.de, ein Onlineshop, in dem auch Handwerker einkaufen

Foto: EZ/Mau

Das ECC Köln hat die Digital Experience von Onlineanbietern aus acht Branchen untersucht. Fazit: Die Zufriedenheit mit Onlineanbietern ist im Vergleich zum Vorjahr in allen Branchen gestiegen. Nachholbedarf gibt es vor allem in puncto Social Media, Innovation und Personalisierung.

Die Coronapandemie hat der Relevanz des Onlinekanals im Einzelhandel einen neuen Schub gegeben. Wer sich in Zukunft nicht um eine Top-Onlineperformance bemüht, wird es schwer haben. Vor diesem Hintergrund hat das ECC Köln basierend auf einer Erhebung mit „dotSource“ die Studie „Digital Experience – Deutschlands beste Onlineanbieter“ veröffentlicht. Dabei wurden elf Erfolgsfaktoren von Onlineshops von Navigation über Lieferung bis hin zu Vertrauen und Social Media untersucht, die die Basis für das Digital Experience Profil bilden.

„Die Coronakrise hat auf sehr harte Weise verdeutlicht: Onlinekanäle sind heutzutage für Händler entscheidender denn je geworden. Wer nicht reagiert und keine Top-Onlineperformance schafft, wird in Zukunft mit großen Problemen konfrontiert werden. Schwachstellen können sich Onlineshops schlichtweg nicht erlauben – dafür ist die Konkurrenz zu groß,“ so Anne Lisa Weinand, Leiterin des ECC Köln, zu den Ergebnissen der Studie.

Neben dem Performance Index liegt der Fokus der Studie auf der Bewertung des ganzheitlichen Einkaufserlebnisses eines Onlineanbieters. Dies spiegelt sich in seinem entsprechenden Digital Experience Profil wider, das anhand der folgenden elf Erfolgsfaktoren bestimmt wurde: Bestellprozess und Checkout, Zustellungsprozess, Datensicherheit, Produkt, Retoure, Bedienung und Navigation, Beratung und Information, Design, Personalisierung, Social Media sowie Innovation. Je Kriterium wurden nicht nur die jeweiligen TOP 3 Anbieter insgesamt ermittelt, sondern auch in acht Branchen analysiert, welcher Onlineshop dort seine Kunden besonders begeistert.

In nahezu allen Branchen schneiden die Onlineanbieter gut ab, was die grundlegenden Hygienefaktoren wie Bestellprozess, Checkout und Lieferung betrifft. Dennoch zeigt sich, dass Kunden hiermit kaum noch begeistert werden können. Vor allem Faktoren wie Social Media, Innovation und Personalisierung gewinnen zunehmend an Relevanz und können bei Kunden punkten.


Foto: Gedore

Das Remscheider Unternehmen Gedore hat die Teilnahme an der Internationalen Eisenwarenmesse 2021 abgesagt. Der Hersteller von Handwerkzeugen erklärt, „die Sicherheit unserer Mitarbeiter und der Erfolg einer Beteiligung“ seien gegenwärtig nicht einschätzbar.

Seit dem Ausbruch von COVID-19 steht Gedore eigenen Angaben zufolge im offenen Austausch mit der Messegesellschaft Koelnmesse und verfolgt die Entwicklung der allgemeinen Situation aufmerksam. „Wir sind uns der gegenwärtigen Situation sehr bewusst und haben unsere Entscheidung mit Fokus auf die Gesundheit unserer Mitarbeiter und Kunden getroffen. Die Umstände, die uns Anfang Februar zu dem Entschluss veranlasst haben, unsere Teilnahme an der Eisenwarenmesse zurückzuziehen, sind grundlegend unverändert geblieben“, so das Unternehmen in einer am 30.Juli 2020 veröffentlichten Presseerklärung. Zusätzlich habe der aktuell nicht einschätzbare Erfolg einer Teilnahme an dem Ersatztermin der Internationalen Eisenwarenmesse 2021 diese Entscheidung untermauert. „Wir schauen allerdings gespannt in die Zukunft und sind zuversichtlich, dass die Umstände und Rahmenbedingungen für eine Teilnahme am nächsten regulären Termin der Internationalen Eisenwarenmesse im Jahr 2022 sprechen werden“, so Gedore.

Die im Zweijahres-Rhythmus stattfindende Internationale Eisenwarenmesse hätte regulär vom 1. bis zum 4. März 2020 ihre Tore in Köln geöffnet gehabt. Wegen der Corona-Pandemie musste dieser Termin abgesagt werden. Der Ersatztermin dafür ist nun der 21. bis 24. Februar 2021. Die nächste „reguläre Internationale Eisenwarenmesse“ findet dann wieder im Jahr 2022 statt.


Prüfung eines Hangschlosses

Foto: PIV

Das Prüfinstitut Schlösser und Beschläge Velbert (PIV) besitzt unter anderem die Akkreditierung als Zertifizierungsstelle gemäß DIN EN ISO/IEC 17065. Die Urkunde dazu wurde nun um die Zertifizierungsprogramme für abschließbare Fenstergriffe sowie Hangschlösser und Hangschlossbeschläge erweitert.

Das PIV ist Teil der Gütegemeinschaft Schlösser und Beschläge e. V.. Das Institut besitzt verschiedene Akkreditierungen und Anerkennungen. Das heißt, es ist unter anderem anerkannte Überwachungs- und Zertifizierungsstelle nach der Landesbauordnung NRW, notifizierte Prüf- und Zertifizierungsstelle nach der Bauproduktenverordnung und anerkannte Prüfstelle für DIN CERTCO.

Die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) bestätigt der Gütegemeinschaft nun mit der neuen Urkunde, dass das PIV nicht nur die Zertifizierungskompetenz nach DIN EN ISO/IEC 17065 (aus dem Jahr 2013) nachweisen kann, sondern darüber hinaus auch abschließbare Fenstergriffe sowie Hangschlösser und Hangschlossbeschläge zertifizieren kann und darf.

In dem Originaltext heißt es:

In der neuen Version wurde die bestehende Akkreditierung als Zertifizierungsstelle für Produkte nach DIN EN ISO/IEC 17065:2013 abgeändert. So wurden nun die neuen Zertifizierungsprogramme für abschließbare Fenstergriffe „Z0008: Baubeschläge für Fenster und Fenstertüren, Abschließbare Fenstergriffe nach DIN EN 13126-3 - Betätigungsgriffe, insbesondere für Drehkipp-, Kippdreh- und Drehbeschläge“ sowie Hangschlösser und Hangschlossbeschläge „Z0013: Bauprodukte für Türen und Tore nach DIN EN 12320 - Hangschlösser und Hangschlossbeschläge nach DIN EN 16864 - Mechatronische Hangschlösser Anforderungen und Prüfverfahren nach DIN EN 16864“ mit aufgenommen. Zudem wurde die Befristung der Akkreditierung aufgehoben.


Die Indexkurven zeigen auf niedrigem Niveau alle steil nach oben.

Grafik: ifo

Die Stimmung in den deutschen Chefetagen hat sich weiter aufgehellt. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Juni auf 86,2 Punkte gestiegen, nach 79,7 Punkten im Mai. Dies ist der stärkste jemals gemessene Anstieg. Das natürlich auf niedrigem Niveau.

Die aktuelle Lage wurde von den Unternehmen etwas besser beurteilt. Ihre Erwartungen machten zudem einen deutlichen Sprung nach oben. Die deutsche Wirtschaft sieht Licht am Ende des Tunnels. Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Geschäftsklimaindex erneut merklich gestiegen. Dies war auf deutlich verbesserte Erwartungen der Industrieunternehmen zurückzuführen. So stark sind die Erwartungen bisher noch nie gestiegen. Die aktuelle Lage wird jedoch weiterhin von einer großen Mehrheit der Unternehmen als schlecht eingestuft. Im Dienstleistungssektor hat sich die steile Aufwärtsbewegung beim Geschäftsklima im Juni fortgesetzt. Insbesondere nahm der Pessimismus mit Blick auf das kommende halbe Jahr deutlich ab. Auch die Einschätzungen zur aktuellen Lage verbesserten sich merklich.
Im Handel ist der Geschäftsklimaindex erneut deutlich gestiegen. Die Indikatoren zu Lage und Erwartung erholten sich merklich im Vergleich zum Vormonat. Trotzdem erwarten viele Händler weiterhin eine schlechte Geschäftsentwicklung. Gegenwärtig ist die Stimmung im Einzelhandel weniger pessimistisch als im Großhandel. Im Bauhauptgewerbe hat sich das Geschäftsklima verbessert. Dies war erneut auf weniger pessimistische Erwartungen zurückzuführen. Die Baufirmen bewerteten ihre aktuelle Lage im Vergleich zum Vormonat etwas besser.


Ron van het Hof: „Spätestens im dritten Quartal des Jahres wird die Zeitbombe hochgehen."

Foto: Euler Hermes

Der Kreditversicherer Euler Hermes prognostiziert in seiner aktuellen Studie einen weltweiten Anstieg von Insolvenzen. Betroffen sind Schlüsselbranchen wie beispielsweise die Metallindustrie. Der DIHK sieht die Stimmung in Deutschland besser als die Lage.


Spätestens ab Herbst dieses Jahres dürfte überall auf der Welt eine Pleitewelle einsetzen, die sich dann über das gesamte erste Halbjahr 2021 fortsetzt. Zu diesem Ergebnis kommt der Kreditversicherer Euler Hermes in seiner aktuellen Studie. Die Analysten erwarten aktuell für die beiden Jahre 2020 und 2021 einen kumulierten Anstieg der weltweiten Insolvenzen um insgesamt 35 Prozent auf einen neuen Negativrekord (17 Prozent im Jahr 2020, 16 Prozent im Jahr 2021). Die Entwicklung ist allerdings sehr heterogen: In zwei von drei Ländern zeigt sich bereits jetzt ein massiver Anstieg der Pleiten, im anderen Drittel wiederum findet der stärkste Anstieg zeitversetzt erst 2021 statt.
„Das ist aber längst keine Entwarnung, sondern vielmehr eine tickende Zeitbombe", sagt Ron van het Hof, CEO von Euler Hermes in Deutschland, Österreich und der Schweiz. „Spätestens im dritten Quartal des Jahres wird diese Zeitbombe hochgehen und die Schockwellen dürften sich ins gesamte erste Halbjahr 2021 ausbreiten." Eine Entspannung zeichnet sich 2021 mit einem weiteren Zuwachs der weltweiten Insolvenzen also keinesfalls ab. „Vergleicht man die Prognosen von 2021 mit den Fallzahlen von 2019, ergibt dies in den beiden Jahren einen kumulierten Zuwachs der globalen Pleiten um mehr als ein Drittel (+35 Prozent) auf einen neuen Negativrekord", sagt Maxime Lemerle, Chef der Insolvenz- und Branchenanalysen bei der Euler Hermes Gruppe. „Wenn die jeweiligen staatlichen Unterstützungsmaßnahmen zu früh beendet werden, dürfte der Anstieg sogar noch um 5-10 Prozentpunkte höher ausfallen."


Exportnation Deutschland
Keine guten Nachrichten für die Exportnation Deutschland, bei der sich negative Entwicklungen in den Exportmärkten meist stärker auswirken als in anderen Staaten. Trotzdem kommt Deutschland im Vergleich voraussichtlich besser durch die Krise als viele andere. „Deutschland könnte im Vergleich zu vielen anderen Ländern mit einem blauen Auge davonkommen", sagt Van het Hof. „Gründe dafür sind neben der besseren Ausgangssituation und dem kürzeren, weniger strikten Lockdown vor allem die schnellen und sehr umfangreichen Sofortmaßnahmen der Regierung. Insbesondere der gemeinsame Schutzschirm von Bund und Kreditversicherern für deutsche Unternehmen hat den Handel erst einmal stabilisiert und Lieferketten zusätzlich geschützt."
Insgesamt dürften die Pleiten hierzulande im Zuge der Covid-19-Pandemie in den zwei Jahren bis 2021 um insgesamt zwölf Prozent auf dann etwa 21.000 Fälle ansteigen. Der Löwenanteil dürfte mit plus acht Prozent auf 2021 entfallen. 2020 erwartet der führende Kreditversicherer einen Zuwachs der Fallzahlen um plus vier Prozent auf rund 19.500 Fälle.
Damit gehört Deutschland wie auch Großbritannien, Frankreich, Belgien, der Schweiz oder Indien zu dem Drittel der Länder, die die Negativeffekte zeitverzögert erreicht. Neben den staatlichen Sofortmaßnahmen ist einer der Hauptgründe dafür die temporäre Aussetzung der Insolvenzantragspflicht in Deutschland bis zum Herbst.
Unternehmen in Schieflage müssten dies aktuell erst im Herbst bei einem Insolvenzgericht anzeigen, so Van het Hof. „Deshalb sehen wir aktuell noch relativ wenige Fälle in Deutschland. Aber der Schein trügt und im Herbst schlägt für viele die Stunde der Wahrheit. Auch wenn aufgrund der temporär ausgesetzten Antragspflicht zuletzt nur wenige Insolvenzen angemeldet wurden, darf auch das nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir im ersten Halbjahr 2020 trotzdem bereits eine Häufung von Großinsolvenzen sehen – insbesondere in Schlüsselbranchen wie der Automobil- und Metallindustrie."

Weitere Milliardenhilfen gefordert
Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sieht die Stimmung in Deutschland jedenfalls besser als die konkrete Lage. DIHK Präsident Eric Schweizer sieht die deutsche Wirtschaft trotz der zuletzt erfolgten Lockerungen in der Corona-Krise noch lange nicht über den Berg: „Als es Deutschland gutging, hatte man immer das Gefühl, die Stimmung ist schlechter als die Lage.“ Aktuell sei es genau umgekehrt. Schweizer sprach sich gegenüber dpa über weitere milliardenschwere staatlich Hilfen aus.


 

Foto: GfK

Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hat die Ergebnisse ihrer Konsumklimastudie für Juli 2020 vorgelegt. Demnach legt die Anschaffungsneigung zum dritten Mal in Folge deutlich zu. Die Mehrwertsteuersenkung scheint die rasche Erholung des Konsumklimas zu unterstützen.

Für das Konsumklima zeichnet sich gegenwärtig eine V-förmige Entwicklung ab: Auf einen scharfen Einbruch der Konsumstimmung folgt unmittelbar eine rasche Erholung. Das Konsumklima steigt zum dritten Mal in Folge spürbar an. Seit seinem Tiefpunkt im Frühjahr hat der Indikator damit fast 23 Punkte hinzugewonnen.
„Zum überaus positiven Verlauf trägt sicherlich die Reduzierung der Mehrwertsteuer bei. Die Verbraucher beabsichtigen offenbar, geplante größere Anschaffungen vorzuziehen, was dem Konsum in diesem Jahr hilft“ erklärt Rolf Bürkl, GfK Konsumexperte. „Ob das allerdings einen nachhaltigen Effekt hat, darf bezweifelt werden. Händler und Hersteller müssen sich darauf einstellen, dass sich die Konsumneigung wieder zurückbilden könnte, wenn ab Januar 2021 der ursprüngliche Mehrwertsteuersatz gilt.“

Anschaffungsneigung
Wenn auch die Effekte für die Binnennachfrage nach den bisherigen Erfahrungen nicht nachhaltig sein dürften, wird die Maßnahme eine wichtige Stütze für den Konsum in diesem Jahr sein. Vor allem die Anschaffungsneigung kann bereits jetzt davon profitieren. Sie legt im Juli um 23,1 Zähler zu und klettert auf 42,5 Punkte. Damit liegt sie nur noch knapp vier Zähler unter dem entsprechenden Wert des Vorjahres. 

Einkommenserwartungen
Auch die Einkommenserwartungen legen im Juli zum dritten Mal in Folge zu. Der Indikator gewinnt zwölf Zähler hinzu und weist nun 18,6 Punkte auf. Das Minus zum entsprechenden Wert des Vorjahres beträgt jedoch immer noch rund 32 Punkte. Die Aussicht auf die Auszahlung des Kinderbonus sowie spürbar gesunkene Preiserwartungen stützen den Einkommensindikator.

Konjunkturaussichten
Die Konjunkturaussichten der deutschen Verbraucher legen im Juli ebenfalls zu. Allerdings ist das Plus mit 2,1 Zählern wesentlich bescheidener als bei Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung. Aktuell weist der Indikator 10,6 Punkte auf. Ein besserer Wert wurde zuletzt mit 10,8 Punkten im Dezember 2018 gemessen.


Pär Åström: "Das gute Halbjahresergebnis bietet uns nun die Chance, neue Investitionen zu tätigen."

Foto: Gardena

Im ersten Halbjahr 2020 hat der Gartengerätehersteller Gardena Division seinen Umsatz um knapp elf Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum steigern können. Das Unternehmen investiert einige Millionen in deutsche Standorte.

Einen Umsatz von 631 Mio. Euro hat der Hersteller Gardena im ersten Halbjahr erzielen können, im Vergleich zu 569 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum stellt dies ein Wachstum von 10,9 Prozent dar. Trotz der besonderen Umstände aufgrund der Corona-Pandemie konnte Gardena vor allem von der gesteigerten Verbrauchernachfrage nach Gartenbedarf profitieren. Der Wachstumskurs der Ulmer Gartenmarke setzt sich somit ungebrochen fort. Im gesamten Geschäftsjahr 2019 hatte Gardena einen Umsatz von 790 Millionen Euro erzielt.
„Das Jahr hat mit besonderen Herausforderungen begonnen, aber wir sind bislang gestärkt aus dieser Zeit hervorgegangen. Das haben wir vor allem auch unseren Mitarbeitenden zu verdanken, die in dieser besonderen Situation viel Umsicht und Engagement gezeigt haben. Ihrer Sicherheit und Gesundheit galt bisher und auch weiterhin stets die höchste Priorität. Das gute Halbjahresergebnis bietet uns nun die Chance, neue Investitionen zu tätigen und unsere Marke weiter zu stärken“, sagt Pär Åström, President der Gardena Division innerhalb der Husqvarna Group.
Investitionen in Deutschland
Die Husqvarna Group beschäftigt in Deutschland aktuell rund 1.950 Mitarbeitende an den Standorten Ulm, Heuchlingen, Niederstotzingen und Laichingen. Dies sind 90 Beschäftigte mehr als noch zum Jahreswechsel. Neueinstellungen fanden vor allem in den operativen Bereichen von Logistik und Produktion statt. Angesichts des fortgesetzten Wachstums baut Gardena seine Kapazitäten weiter aus und investiert in seine Standorte. Größte Einzelmaßnahme in diesem Zusammenhang ist die Erweiterung des Werks Heuchlingen im Landkreis Heidenheim. Aber auch an den übrigen Standorten werden in diesem und im kommenden Jahr Investitionen für zusätzliche Anlagen und Maschinen getätigt. Diese dienen ebenfalls der Kapazitätserweiterung sowie der Modernisierung. In Summe belaufen sich die Investitionen an den deutschen Standorten auf 32 Millionen Euro.


Quelle: Wirtschaftsvereinigung Stahl

Das Bundeskabinett hat das „Handlungskonzept Stahl – Für eine starke Stahlindustrie in Deutschland und Europa“ beschlossen. Unterdessen meldet die Wirtschaftsvereinigung Stahl einen Rückgang in der Rohstahlproduktion in Deutschland

Die negativen Auswirkungen der Corona-Krise auf die Rohstahlproduktion in Deutschland sind deutlich sichtbar. Im Juni ist die Rohstahlerzeugung um 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gefallen, nachdem es bereits im April und Mai gravierende Rückgänge gegeben hatte. Im zweiten Quartal 2020 hat die Produktion das Niveau des Vorjahres um 26 Prozent unterschritten, nachdem sie bereits im ersten Vierteljahr um 6 Prozent gesunken war. Damit liegt die Stahlerzeugung im ersten Halbjahr 2020 rund 16 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. Diese Zahlen meldet die Wirtschaftsvereinigung Stahl.
Die Bundesregierung hatte in der letzten Woche das federführend vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie erarbeitete „Handlungskonzept Stahl – Für eine starke Stahlindustrie in Deutschland und Europa“ beschlossen. In Regierungskreisen wird das Papier als ein politisches Gesamtkonzept für eine langfristig starke, international wettbewerbsfähige und klimaneutrale Stahlindustrie am Standort Deutschland bezeichnet. Stahl soll auch langfristig innerhalb Europas nach den europäischen Umwelt- und Klimaschutzstandards konkurrenzfähig produziert werden. Mit dem Handlungskonzept verfolgt die Bundesregierung das Ziel

  • Chancengleichheit auf dem globalen Stahlmarkt zu schaffen;
  • den Carbon Leakage-Schutz für die Stahl- und andere energieintensive Industrien zu stärken;
  • eine Umstellung auf eine klimafreundliche Stahlproduktion zu ermöglichen und die Chance zu nutzen, Vorreiter innovativer Klimaschutztechnologien zu werden.

Auf der Grundlage des „Handlungskonzept Stahl“ sollen künftig Investitionen in treibhausgasarme /-freie Technologien in der Stahlindustrie unterstützt und die industrielle Nutzung von Wasserstoff vorangebracht werden.


Nordwest Finanzvorstand Jörg Simon und Vorstandsvorsitzender Andreas Ridder zeigten sich zufrieden mit den Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres.

Foto: EZ/Mau

Die Verbundgruppe Nordwest hat die Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres 2019 bekannt gegeben. Demnach das Geschäftsvolumen gegenüber dem Vorjahr um fast zehn Prozent gesteigert werden. Corona fordert Verband heraus, Handelspartner zu stärken.

Nordwest Finanzvorstand Jörg Simon stellte das Zahlenbild der Verbundgruppe vor: Mit einem Geschäftsvolumen von 3,33 Mrd. Euro wurde im vergangenen Geschäftsjahr der Wert aus dem Jahr 2018 noch einmal deutlich um 9,4 % übertroffen. Das Lagergeschäft erzielte mit 173,4 Mio. Euro ebenfalls einen neuen Höchstwert. Damit übertrifft es die bisherige Bestmarke aus dem Jahr 2018 um 6,1 %. Das operative Ergebnis (EBIT) entwickelte sich analog zum Geschäftsvolumen und lag 2019 bei 11,5 Mio. Euro. Die Anzahl der Fachhandelspartner konnte im abgelaufenen Jahr um 39 auf 1.091 gesteigert werden.
Die Geschäftsbereiche
Der Geschäftsbereich Stahl erzielte mit einem Geschäftsvolumen von 1,23 Mrd. Euro einen weiteren Höchstwert und übertraf den Rekordwert aus dem Vorjahr um nahezu 3 %. Die abgesetzte Tonnage konnte dabei sogar um 9,1 % ggü. dem Vorjahr gesteigert werden. „Diese Entwicklung ist hauptsächlich auf die hohe Nachfrage aufgrund intensiver Bautätigkeiten zurückzuführen“, so Simon. Die 2019 akquirierten Fachhandelspartner sorgten für eine positive Ausweitung des Geschäftsvolumens. Im Geschäftsbereich Bau-Handwerk-Industrie setzte sich die herausragende Entwicklung der vergangenen Jahre fort. Hier wurde 2019 ein Geschäftsvolumen von 1,16 Mrd. Euro erzielt und damit das Vorjahr um weitere 3,9 % übertroffen.
Der Bereich Bau erreichte dabei ein Geschäftsvolumen von 389,4 Mio. Euro was ein Anstieg von 2 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Der Bereich Handwerk & Industrie, in dem die gesamten Werkzeuge und Verbindungsmittel subsummiert werden, steigerte das Geschäftsvolumen um 4,9 % gegenüber dem Vorjahreswert auf 771,7 Mio. Euro. Der Bereich profitierte laut Simon von der guten Auftragslage im Handwerk. Mit einem Anstieg von 6,1 % gegenüber dem bereits starken Vorjahreswert erzielt die Exklusivmarke Promat weiteres Wachstum. Der Geschäftsbereich Haustechnik hat im vergangenen Geschäftsjahr den Turnaround geschafft und verzeichnete ein Steigerung des Geschäftsvolumen von 17,4 % auf 214,9 Mio. Euro. Zu dem Wachstum habe insbesondere die positive Entwicklung des Produktfelds Sanitär beigetragen sowie der erfolgreiche Relaunch der Exklusivmarke delphis, die Gründung der Haustechnik- Genossenschaft Hategro und der damit einhergehende Gewinn neuer Fachhandelspartner, aber auch die deutliche Ausweitung der Geschäftsvolumina mit den bestehenden Fachhandelspartnern.
Der durch die Factoring-Aktivitäten der TeamFaktor NW GmbH geprägte Geschäftsbereich TeamFaktor/Services konnte das Volumen im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 32,6 % auf insgesamt 725,5 Mio. Euro steigern. „Das stetige Wachstum der letzten Jahre zeigt, dass die TeamFaktor NW GmbH das Potenzial bei kleinen und mittleren Unternehmen im Segment der kleinvolumigen Rechnungsstrukturen frühzeitig erkannt und sich als Nischenspezialist etabliert hat“, so Finanzvorstand Simon.
Auf der Bilanzpressekonferenz in Dortmund wurden nicht nur die Geschäftszahlen des Jahres 2019 besprochen. Auch die aktuelle Situation, in der sich der Verbund derzeit befindet, wurde in den Fokus gerückt. Wie der Vorstandsvorsitzende Andreas Ridder ausführte, habe die Situation nach der globalen Verbreitung des Corona-Virus „uns allen vor Augen geführt, wie wichtig gegenseitige Solidarität und Unterstützung sind und wie stark unsere Partnerschaft zu unseren Händlern und Lieferanten ist. Dafür sind wir sehr dankbar.“ Für die Nordwest bedeutet diese Situation, für die Fachhandelspartner ein verlässlicher Partner zu sein. Seit März hat der Verband verschiedene Maßnahmen ergriffen, um die Handelspartner zu stärken und in den außergewöhnlichen Zeiten wie gewohnt zu unterstützen.
„Wir sind uns bewusst, dass dieses Jahr für alle eine große Herausforderung darstellt und dass insbesondere die von uns eingeleiteten unterstützenden Maßnahmen noch länger andauern werden. Dieser Verantwortung stellen wir uns gerne. Wie lange die Krise anhalten wird, welche tiefgreifenden Auswirkungen sie mit sich bringt und ob sich eine weitere Verschlechterung im Zeitablauf ergeben wird, wissen wir nicht“, so Ridder.
Wie Jörg Simon noch einmal hervorhob, waren auch die ersten Monate des Jahres 2020 waren trotz extremer Randbedingungen zufriedenstellend erfolgreich. Der Nordwest-Konzern erreicht zum 31. Mai 2020 ein operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 3,7 Mio. Euro (-1,5 % ggü. VJ) bei einem Ergebnis nach Ertragsteuern von 2,4 Mio. Euro (-5,7 % ggü. VJ). Die positive Entwicklung des Geschäftsvolumens setzt sich auch im Juni fort. Mit einem Geschäftsvolumen von 1.855,3 Mio. Euro stellt eine Steigerung gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum von 13,7 % dar.


Sieben weitere Hersteller haben sich der Bosch Professional Akku-Plattform angeschlossen.

Foto: Bosch Power Tools

Der Hersteller Bosch Power Tools öffnet seine 18 Volt-Akku-Plattform für andere Profi-Marken und revolutioniert damit das Akku-Segment für den professionellen Anwender. Eine Akku-Allianz gibt es ebenfalls im Baumarktbereich.

„Wir geben den Handwerkern Werkzeuge an die Hand, mit denen sie das beste Ergebnis schneller, einfacher, günstiger und sicherer erzielen“, so Lennart de Vet, Geschäftsführer der Robert Bosch Power Tools GmbH, verantwortlich für Bosch Professional. Im Fokus stehen Effizienz und Effektivität. Die Öffnung der 18 Volt-Akku-Plattform bietet dem gewerblichen Verwender erheblichen Mehrwert: Durch die Partnerschaft mit Brennenstuhl, Sulzer, Klauke, Ledlenser, Lena Lighting, Sonlux und Wagner – allesamt Experten auf ihrem Gebiet – bietet Bosch ein noch breiteres Anwendungsspektrum und noch mehr Flexibilität beim Einsatz von spezialisierten Produkten wie Baustrahlern, Kartuschenpressen, akkuhydraulischen Schneidwerkzeugen und Farbsprühsystemen. Weitere Hersteller werden folgen. Der Profi muss ab sofort nur noch einen Akku und ein Ladegerät mit sich führen ? das spart Zeit, Platz und Geld. Sich stapelnde, nicht kompatible Akkus und Ladegeräte gehören damit der Vergangenheit an. „Die Öffnung des Professional 18V Systems ist der Startschuss einer weltweiten Partnerschaft mit starken Profi-Marken. Ziel ist es, professionellen Verwendern das beste 18 Volt-System über viele Marken und Länder hinweg anzubieten ? und ihnen damit einen weiteren Effizienzschub zu verleihen“, so Lennart de Vet.


Grüne Baumarktlinie
Auch im Baumarktbereich „Home & Garden“ öffnet Bosch seine 18 Volt-Akku-Plattform für andere Hersteller und setzt damit eine Marke: Bosch und Gardena bilden künftig eine Allianz und bieten mit weiteren führenden Marken ein herstellerübergreifendes Akku-System für Produkte rund um das gesamte Zuhause: die Power for All Alliance. Basis dieser Allianz ist die Akku-Technologie von Bosch. „Wir öffnen unser System für andere Hersteller und bieten Verwendern damit mehr Flexibilität als jemals zuvor: Sie können künftig mit ein und demselben 18 Volt-Akku sowohl Elektrowerkzeuge, Gartengeräte und Haushaltsgeräte von Bosch als auch Produkte der Marken Gardena, Emmaljunga, Gloria, Wagner und Rapid betreiben“, sagt Henk Becker, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch Power Tools GmbH. So sparen Kunden beim Kauf von Produkten der Allianz künftig Geld, Platz und Zeit. Sich stapelnde, nicht kompatible Akkus und Ladegeräte unterschiedlicher Marken gehören damit der Vergangenheit an. Gemeinsames Ziel ist es, dem Endverbraucher das größte herstellerübergreifende Akku-System und damit das breiteste Anwendungsspektrum für sein Zuhause zu bieten: Heimwerkergeräte, Garten- und Reinigungsgeräte, Haushaltsgeräte, Produkte für die Oberflächenbeschichtung, für Freizeit und Camping.
Mehr dazu lesen Sie in der Eisenwaren-Zeitung  EZ Tools& Trade 07-2020


Impression von der spoga+gafa 2019

Foto: Koelnmesse

Auf Wunsch der Branche verschiebt die Koelnmesse den Termin der spoga+gafa dauerhaft in die jeweils erste Jahreshälfte. Damit findet die Garten-Lifestylemesse zukünftig zu einem für weite Teile der Branche besseren Orderzeitpunkt statt. Die nächste spoga+gafa findet vom 30. Mai bis 1. Juni 2021 statt.

Trotz einer fast ausgebuchten Gesamtfläche im Frühjahr 2020 und damit einem exzellenten Anmeldestatus für die spoga+gafa schlugen sich die aktuellen Covid-19-Entwicklungen und die wirtschaftliche Situation immer stärker auf die Lage der Messe nieder. Die Nachrichten um neue Infektionsfälle in Deutschland spielten ebenfalls eine Rolle. Zudem bleibt die Reisesituation insbesondere auf interkontinentaler Ebene derzeit weiter unsicher. Eine große Mehrheit der Aussteller und Fachbesucher hat sich deshalb in den vergangenen Wochen entschlossen, die spoga+gafa nicht zu besuchen. Auch die intensiven Vorbereitungen der Messe und das Maßnahmenpaket #B-SAFE4business zur Corona-konformen Durchführung der Fachmessen, reichten am Ende nicht aus, die Verunsicherung der Messebeteiligten zu beruhigen. Aus diesem Grund hat die Koelnmesse die Gesamtsituation gemeinsam mit dem Fachbeirat neu bewertet und entschieden, den Absagen und Wünschen einer Vielzahl von Ausstellern und Besuchern der Branche zu entsprechen und die spoga+gafa 2020 nicht durchzuführen. Darüber hinaus wird auf Wunsch der Branche die Veranstaltung terminlich dauerhaft neu ausgerichtet. Die nächste spoga+gafa findet deshalb vom 30. Mai bis 1. Juni 2021 statt.

Oliver Frese, COO der Koelnmesse, zur Verlegung der spoga+gafa in die erste Jahreshälfte: „Ziel unserer Gespräche mit der Branche ist es, gemeinsam einer starken Messe die Chance zu geben, noch weiter an Stärke und Marktrelevanz zu gewinnen. Im Mittelpunkt der Betrachtung steht dabei das über die Jahre angepasste Orderverhalten innerhalb vieler Teile der Branche. Um diesem noch besser gerecht zu werden, findet die spoga+gafa, beginnend im kommenden Jahr, dauerhaft Ende Mai oder Anfang Juni statt.”


Brigitte Vöster-Alber

Foto: Geze

Die geschäftsführende Gesellschafterin der Geze GmbH, Brigitte Vöster-Alber, scheidet aus der Geschäftsführung aus und wechselt zum 1. Januar 2021 in den Aufsichtsrat. Sie leitete das Familienunternehmen seit 52 Jahren.

In dem 1863 gegründeten Unternehmen findet nun ein Generationswechsel statt. Mit Wirkung zum 30. Juni 2020 zieht sich die geschäftsführende Gesellschafterin der Geze GmbH mit Stammsitz in Leonberg aus dem operativen Geschäft zurück. Die Nachfolge sei sorgfältig und langfristig vorbereitet worden, heißt es offiziell. Marc Alber, Andrea Alber und Sandra Alber sowie Tomislav Jagar arbeiten bereits seit vielen Jahren erfolgreich in der Geschäftsleitung von Geze zusammen und führen diese ab Juli 2020 gemeinsam fort.
Unternehmensangaben zufolge hat Brigitte Vöster-Alber in 52 Jahren Geschäftsführung mit einem sicheren Gespür für die Anforderungen des Marktes, viel Mut und Durchsetzungskraft das Unternehmen erfolgreich gemacht. Vorausschauend und bereit Risiken einzugehen, hat sie unter anderem die Internationalisierung des Unternehmens schon früh vorangetrieben. Brigitte Vöster-Alber wechselt zum 1. Januar 2021 in den Aufsichtsrat von Geze.


Grafik: ifo

Die Stimmung in den deutschen Chefetagen hat sich weiter aufgehellt. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Juni auf 86,2Punkte gestiegen, nach 79,7 Punkten1im Mai. Dies ist der stärkste jemals gemessene Anstieg.

Die aktuelle Lage wurde von den Unternehmen etwas besser beurteilt. Ihre Erwartungen machten zudem einen deutlichen Sprung nach oben. Das heißt, besonders im Verarbeitenden Gewerbe ist der Geschäftsklimaindex erneut merklich gestiegen. Dies war auf deutlich verbesserte Erwartungen der Industrieunternehmen zurückzuführen. So stark sind die Erwartungen bisher noch nie gestiegen. Die aktuelle Lage wird jedoch weiterhin von einer großen Mehrheit der Unternehmen als schlecht eingestuft. Im Dienstleistungssektor hat sich die steile Aufwärtsbewegung beim Geschäftsklima im Juni fortgesetzt. Insbesondere nahm der Pessimismus mit Blick auf das kommende halbe Jahr deutlich ab. Auch die Einschätzungen zur aktuellen Lage verbesserten sich merklich.
Im Handel ist der Geschäftsklimaindex erneut deutlich gestiegen. Die Indikatoren zu Lage und Erwartung erholten sich merklich im Vergleich zum Vormonat. Trotzdem erwarten viele Händler weiterhin eine schlechte Geschäftsentwicklung. Gegenwärtig ist die Stimmung im Einzelhandel weniger pessimistisch als im Großhandel. Im Bauhauptgewerbe hat sich das Geschäftsklima verbessert. Dies war erneut auf weniger pessimistische Erwartungen zurückzuführen. Die Baufirmen bewerteten ihre aktuelle Lage im Vergleich zum Vormonat etwas besser. Die deutsche Wirtschaft sieht also offenbar Licht am Ende des Tunnels.


Rainer Bröcher

Foto: Gedore

Die Führungsspitze des Herstellers von handgeführten Werkzeugen stellt sich mit Rainer Bröcher neu auf.

Ab dem 01.10.2020 tritt Bröcher in die Geschäftsführung der Gedore Holding ein. Mit der Verpflichtung legt das Unternehmen die Verantwortung für die Bereiche Sales und Operations in eine Hand, „um die Bedürfnisse des Marktes noch besser bei der Produktentwicklung und der Produktion einfließen zu lassen“. Rainer Bröcher übernimmt die Aufgaben von Chris Metzler, der nach fünf Jahren erfolgreicher Zeit bei Gedore im Einvernehmen mit den Gesellschaftern das Unternehmen verlässt. Gemeinsam mit Suzanne Wahab, seit Juni 2016 in der Geschäftsführung der Holding, wird Rainer Bröcher die Führung der Konzernspitze besetzen.


Dr. Eckard Kern

Foto: Eurobaustoff

Am 17. Juni 2020 gab die Eurobaustoff bekannt, im Januar nächsten Jahres nicht an der Internationalen Baumesse BAU in München teilzunehmen. Grund ist die seit Februar anhaltende Corona-Pandemie, die Großveranstaltungen jeglicher Art verhindert beziehungsweise massiv einschränkt.

Die Entscheidung war auf der Aufsichtsrats-Sitzung der Kooperation in Bad Nauheim von Aufsichtsrat und Geschäftsführung einstimmig getroffen worden. „Wir mussten uns jetzt entscheiden“, so Dr. Eckard Kern, Vorsitzender der Eurobaustoff Geschäftsführung. „Wir legen viel Wert auf die persönliche Kommunikation mit unseren Partnern aus der Industrie, dem Handel, den Verbänden und aus dem Dienstleistungsbereich. Dieses ist aus unserer Sicht auf der nächsten BAU nicht mehr gegeben.“ Er begründet dies unter anderem mit den Absagen auf Herstellerseite. Branchengrößen wie Schüco, Xella, Roto, Velux, BMI Group und Uzin haben ihre Teilnahme bereits öffentlich revidiert, andere bereiten diesen Schritt noch vor. Auch eine kürzlich durchgeführte Umfrage des BDB verzeichnete einen Stimmungswandel im Fachhandel.  Mehr als Zweidrittel der Verbandsmitglieder gaben an, nicht oder diesmal ohne Profikundenbegleitung an der Messe teilnehmen zu wollen.


Grafik: ZHH

Die dritte Umfrage des Zentralverband Hartwarenhandel e.V. (ZHH) zur Situation im Hartwarenhandel in der Corona-Krise signalisiert, dass nun auch der Produktionsverbindungshandel (PVH) die Folgen der Corona-Krise zu spüren bekommt. Hingegen profitiert der Hartwareneinzelhandel weiterhin von den Lockerungen der behördlichen Maßnahmen und der schrittweisen „Normalisierung“ des öffentlichen Lebens.

Situationsbeurteilung des PVH

Die Umsatzentwicklung im Mai wird von 60 % der befragten PVH-Unternehmen als schlechter (bis 5% Rückgang), viel schlechter (mehr als 5% Rückgang) oder sehr viel schlechter (mehr als 10% Rückgang) als im Vorjahresmonat bewertet. Dies ist nunmehr der zweite Monat in Folge, in dem gegenüber den (guten) Vorjahresmonaten empfindliche Verluste zu verzeichnen waren. Im März konnte der PVH im Durchschnitt noch ein mittleres einstelliges Wachstum erwirtschaften und auch das erste Quartal ist insgesamt erfreulich verlaufen. Immerhin ein Drittel der PVH´ler verzeichnet aber immer noch eine gleichbleibende und 5% sogar eine bessere (bis 5% Zuwachs) Umsatzentwicklung als im Mai 2019. Diese Entwicklung deckt sich mit den Berichten aus dem verarbeitenden Gewerbe, die signalisieren, dass Auftragsüberhänge aus dem Vorjahr weitestgehend abgebaut wurden, Nachfolgeaufträge aber merklich abgeflacht sind. Letzteres dürfte vor allem auf die sinkende Investitionsbereitschaft in der Industrie und der öffentlichen Hand zurückzuführen sein.

Situationsbeurteilung des Hartwareneinzelhandels

Der stationäre Facheinzelhandel spürt eine erfreuliche Solidarisierung der Endverbraucher mit dem lokalen Fachhandel, was sich in einer gesteigerten Bereitschaft zur Investition in hochpreisige Produkte, einer in vielen Regionen wieder erfreulichen Kundenfrequenz und einer deutlichen Abnahme von Preisdiskussionen spiegelt. Insbesondere steigt die Investitionsbereitschaft bei Sortimenten, die im Eigenheim und im Garten Verwendung finden. Denn viele Endverbraucher haben verstärkt ihr direktes Umfeld in den Blick genommen. Entsprechende Effekte bejahten jeweils fast die Hälfte der befragten Facheinzelhändler. Aufgrund seiner differenzierten Sortimentsstruktur sowie regionaler Unterschiede musste jedoch ein Drittel der Hartwarenhändler auch im Mai 2020 Verluste gegenüber dem Vormonat hinnehmen. Gegenüber Mai 2019 sogar fast 40% der Befragten. Doch sehr erfreulich: Über 50% verzeichneten wieder ein teilweise deutliches Umsatzplus verglichen zum April und zum Mai des Vorjahres. Dies kann unter dem Gesichtspunkt, dass bei der vorherigen Befragung im April noch über 60% der teilnehmenden Fachhändler mit langfristigen Umsatzrückgängen gerechnet haben, durchaus als erfreuliches Signal in der Corona-Krise gewertet werden. Die Auftragslage im Werkstattgeschäft sowie bei Montagen und Dienstleistungen ist auf Vorjahresniveau. Für Juni rechnen sogar fast zwei Drittel der Fachhändler mit einer gleichbleibenden oder besseren Entwicklung als im Mai.


Oliver Boensch: „Die Mitarbeiterzufriedenheit ist für uns ein überaus wichtiges Thema."

Foto: E.I.S.

Die Zeitschrift Focus Business und das Arbeitgeber-Bewertungsportal kununu.com haben zum zweiten Mal Deutschlands TOP-Arbeitgeber aus dem Mittelstand ausgezeichnet. Der E.I.S. Verband hat erneut einen Spitzenplatz errungen.

Die E.I.S. Beschaffungs- und Marketing GmbH & Co. KG (E.I.S.) konnte sich in diesem Jahr mit einer verbesserten Bewertung der Mitarbeiter/innen (4,5 von 5 möglichen Sternen) und einer erneuten Weiterempfehlungsrate von 100 % platzieren. „Wir freuen uns nach der ersten Auszeichnung 2019 auch dieses Jahr über die Würdigung als TOP-Arbeitgeber Mittelstand. Unsere mitarbeiterzugewandte, respektvolle und offene Unternehmenskultur zahlt sich erkennbar für alle Beteiligten aus“, so Oliver Boensch, Geschäftsführer des E.I.S. Verbands.
Basis der Erhebung waren wieder die bei kununu.com gelisteten Unternehmensprofile. Für eine Platzierung unter den Besten mussten die Unternehmen u.a. eine Gesamtwertung von mindestens 3,5 Sternen erhalten und darüber hinaus einen Unternehmensstandort in Deutschland haben. Grundlage für die Bewertung sind verschiedene Kriterien wie bspw. die Unternehmensgröße und die Gesamtzahl der Bewertungen. Zusätzlich wurde die E.I.S. als „Open Company“ und „Top Company“ ausgezeichnet.
„Die Mitarbeiterzufriedenheit ist für uns ein überaus wichtiges Thema. Wenn die Mitarbeiter Spaß an ihrer Tätigkeit haben, werden auch sehr gute Arbeitsergebnisse erzielt. Das trägt wesentlich zum Unternehmenserfolg des E.I.S. Verbands bei. Als erfolgreiches Unternehmen freuen wir uns dann über ein positives Image in der Außenwahrnehmung. Damit können wir uns als attraktiver Arbeitgeber positionieren. In Zeiten wachsenden Fachkräftemangels ist dies für das Personalmarketing von besonderer Bedeutung. Wir werden konsequent daran arbeiten, auch 2021 mit dieser wichtigen Auszeichnung bedacht zu werden“, erläutert Oliver Boensch abschließend.

 

 


Impression der GaLaBau von 2019

Foto: NürnbergMesse

Nach zahlreichem Feedback von Kundenseite hat die NürnbergMesse in enger Abstimmung mit dem Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V. (BGL) entschieden, die GaLaBau 2020 nicht wie geplant durchzuführen.

„Diesen Schritt gehen wir nicht unüberlegt und erst nach reiflicher Prüfung“, so Petra Wolf, Mitglied der Geschäftsleitung, NürnbergMesse. „In unsere Entscheidung, dass die GaLaBau erst 2022 wieder wie gewohnt in Nürnberg stattfinden wird, flossen maßgeblich die Wünsche unserer Aussteller und Besucher mit ein. Unser Angebot an die Branche ist nun, für 2020 ein Alternativkonzept vor Ort und virtuell auf die Beine zu stellen. Gleichzeitig ist dies aber nun der Startschuss für eine erfolgreiche GaLaBau 2022,“ so Wolf weiter.
Die GaLaBau sei eine Erlebnismesse. Sie lebe insbesondere von Live-Demonstrationen, Wettbewerben und der Möglichkeit, Maschinen, Geräte und Materialien anzufassen und auszuprobieren. „Auch wenn unsere Kunden den Bedarf haben, Kontakte zu knüpfen und sich über neue Produkte zu informieren, sind die Bedenken in der Branche aufgrund der Covid-19 Pandemie einfach zu präsent, um eine GaLaBau im gewohnten Format stattfinden zu lassen. Wir blicken nun optimistisch nach vorne und legen unsere volle Kraft in die GaLaBau 2022,“ so Petra Wolf.
Lutze von Wurmb, Präsident des Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V. (BGL), ergänzt: „Natürlich bedauern wir, dass unsere GaLaBau dieses Jahr nicht stattfinden kann. Oberste Priorität hat für uns jedoch, im Sinne der ganzen Branche zu agieren und keine Veranstaltung gegen deren Wunsch durchzuführen. Unser Ziel, mit der GaLaBau für Aussteller und Besucher ein besonderes Erlebnis zu schaffen und den vielfältigen Auf- und Ausbau von Geschäftsbeziehungen zu ermöglichen, lässt sich unter den Auswirkungen der Corona-Krise leider nicht einhalten. Wir sind jedoch sehr zuversichtlich, dass Teile der GaLaBau, wie beispielsweise der beliebte Landschaftsgärtner-Cup, vor Ort realisiert und virtuell für Zuschauer übertragen werden könnten. An solchen Überlegungen arbeiten wir nun mit Hochdruck.“
Die nächste GaLaBau wird also nun vom 14. bis 17. September 2022 im Messezentrum Nürnberg stattfinden.

 

 


Christian W. E. Haub: „Ich freue mich sehr über diesen nächsten wichtigen Schritt in der Weiterentwicklung der OBI-Organisation.“

Foto: OBI

Der Aufsichtsrat von OBI hat in seiner Sitzung vom 16. Juni 2020 beschlossen, den Vorstand um fünf neue, auf nunmehr insgesamt sieben, Mitglieder zu erweitern. Die strategische Transformation des OBI-Geschäftsmodells soll somit weiter vorangetrieben werden.

Neben Sergio Giroldi – der als Vorstandsvorsitzender (CEO) weiterhin das Unternehmen leitet und die strategische Entwicklung vorantreibt – und Finanzvorstand Oliver Geiling (CFO) werden künftig Franz-Peter Tepaß, Dr. Sebastian Gundel, Markus Vieler, Oliver Tackmann und Dr. Gonn Weide im Vorstand vertreten sein:

Franz-Peter Tepaß übernimmt als Chief Sales Officer (CSO) für Zentraleuropa mit der Verantwortung für den Vertrieb in den zentraleuropäischen Ländern (Deutschland, Ungarn, Tschechische Republik, Slowakei). Dr. Sebastian Gundel bekommt als Chief Customer Officer (CCO) die Verantwortung für die Definition des Kundenangebots, das Kanalmanagement sowie die Kundenkommunikation. Gundel wird auch weiterhin als Landesgeschäftsführer von OBI Österreich tätig sein.

Markus Vieler wird Chief Sourcing Officer mit der Verantwortung für alle Sourcing-bezogenen Aktivitäten von OBI. Vieler wird auch weiterhin als Landesgeschäftsführer von OBI Polen tätig sein. Oliver Tackmann wird Chief IT & Logistics Officer mit der Verantwortung für IT und Logistik von OBI und schließlich übernimmt Dr. Gonn Weide als Chief Strategy & Implementation Officer die Verantwortung für alle strategischen Themen und die Implementierung des Strategieprogramms.

„Ich freue mich sehr über diesen nächsten wichtigen Schritt in der Weiterentwicklung der OBI-Organisation und des Management-Teams, welches die strategische Transformation des OBI-Geschäftsmodells bereits erfolgreich vorangetrieben hat”, erklärt Christian W. E. Haub, Vorsitzender des Aufsichtsrats von OBI.

„Bei OBI stehen die Kunden im Mittelpunkt unserer Strategie. OBI bietet ein unverwechselbares Kundenversprechen, welches durch effiziente und effektive operative Prozesse ermöglicht wird. Ständige Veränderungen, Geschwindigkeit und die weiter steigende Komplexität des modernen DIY-Einzelhandels erfordern ein noch stärkeres Management-Team. Ich bin stolz auf alles, was wir bei OBI schon erreicht haben, und freue mich nun darauf, gemeinsam den zukünftigen Erfolg von OBI zu gestalten.“, sagt Sergio Giroldi, CEO von OBI.

 

 


Hornbach-Markt im niederländischen Zwolle

Foto: Hornbach

Der Hornbach Baumarkt AG Konzern hat im ersten Quartal (1. März bis 31. Mai 2020) des Geschäftsjahres 2020/21 Umsatz und Ertrag im Vergleich zum Vorjahresquartal sprunghaft gesteigert.

Nach ersten vorläufigen Ergebnissen ist der Konzernumsatz im Auftaktquartal um 18,4 Prozent auf 1,492 Mrd. Euro (Vj. 1,261 Mrd. Euro) gewachsen. Das um nicht-operative Ergebniseffekte bereinigte Betriebsergebnis (adjusted EBIT) erhöhte sich im Konzern um rund 90 Prozent auf ca. 160 Mio. Euro (Vj. 84,1 Mio. Euro).

Grund für die erhebliche Ergebnisverbesserung ist im Wesentlichen das starke Umsatzwachstum im In- und Ausland. Im Zuge der Coronakrise war die Nachfrage der Kunden im stationären und Online-Geschäft seit Mitte März - begünstigt auch durch das freundliche Frühjahrswetter 2020 - erheblich gestiegen. Die größten Umsatzzuwächse wurden im Mai 2020 mit plus 36 Prozent erzielt (März 2020: minus 2 Prozent; April 2020: plus 17 Prozent), nachdem alle der anfänglich bis zu 64, von behördlichen Verkaufsbeschränkungen betroffenen HORNBACH Bau- und Gartenmärkte wieder geöffnet worden waren.Die im Geschäftsbericht 2019/20 veröffentlichte Prognose für das Gesamtjahr 2020/21 bleibt dennoch vorerst unverändert. Der Vorstand verweist insoweit auf die erheblichen und schwer abschätzbaren konjunkturellen Risiken durch die Coronakrise im weiteren Geschäftsverlauf. Er hält es aus heutiger Sicht weiterhin für wahrscheinlich, dass die Konzernumsätze im gesamten Geschäftsjahr 2020/21 in etwa das Niveau des Geschäftsjahres 2019/20 (4,4 Mrd. Euro) erreichen werden und das bereinigte Konzernbetriebsergebnis (EBIT) leicht unter dem Vorjahreswert (181,8 Mio. Euro) liegen wird. Die endgültigen Zahlen des ersten Quartals 2020/21 werden in der Quartalsmitteilung am 26. Juni 2020 veröffentlicht.

 

 


Grafik: ifo

Die Stimmung unter den deutschen Unternehmen hat sich nach den katastrophalen Vormonaten etwas erholt. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Mai auf 79,5 Punkte gestiegen, nach 74,2 Punkten (saisonbereinigt korrigiert) im April.

 

 

Wie der Präsident des ifo Instituts, Clemens Fuest, erklärt, beurteilten die Unternehmen die aktuelle Lage zwar nochmals etwas schlechter, jedoch hätten sich ihre Erwartungen für die kommenden Monate deutlich verbessert. Trotzdem erwarte ein Großteil der Unternehmen noch immer eine Verschlechterung der Geschäftslage. Die ersten Lockerungen sorgten für einen Hoffnungsschimmer.

 

Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Geschäftsklimaindex deutlich gestiegen. Das war allerdings nur auf die stark verbesserten Erwartungen der Unternehmen zurückzuführen. Von Optimismus sind die Industriefirmen aber noch weit entfernt. Die aktuelle Lage stuften sie nochmals erheblich schlechter ein.

Im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima nach dem historischen Tief im April wieder merklich verbessert. Das liegt vor allem an deutlich gestiegenen Erwartungen. Die Dienstleister schätzten auch ihre aktuelle Lage etwas besser ein. Dennoch überwiegt bei den Unternehmen noch immer der Pessimismus.

Im Handel ist der Geschäftsklimaindex ebenfalls deutlich gestiegen. Hier haben sich sowohl die Lageeinschätzungen als auch die Erwartungen spürbar erholt. Insbesondere im Einzelhandel verbessern die Lockerungen die Stimmung.

Im Bauhauptgewerbe ist der Index wieder gestiegen, nachdem er zuletzt mehr als ein halbes Jahr gefallen war. Grund hierfür war ein historischer Anstieg der Erwartungen. Die aktuelle Lage schätzten die Baufirmen etwas schlechter ein.

 

 


Logo: Destatis

Die Neuaufträge im verarbeitenden Gewerbe in Deutschland sind im April 2020 aufgrund der Corona-Pandemie nochmals deutlich zurückgegangen, nachdem sie bereits im März deutlich gesunken sind. Das hat aktuell das Statistische Bundesamt (Destatis) bekannt gegeben.

Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang war nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes  im April 2020 saison- und kalenderbereinigt 25,8 Prozent niedriger als im März 2020. Dies ist der stärkste Rückgang seit Beginn der Zeitreihe im Januar 1991. Im Vergleich zum Vorjahresmonat April 2019 gab es einen kalenderbereinigten Rückgang um 36,6 Prozent. Ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen lag der reale Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe saison- und kalenderbereinigt 25,1 Prozent niedriger als im Vormonat.
Die Aufträge aus dem Inland gingen im April 2020 im Vergleich zum Vormonat um 22,3 Prozent zurück, die Auslandsaufträge verringerten sich um 28,1 Prozent. Dabei nahmen die Auftragseingänge aus der Eurozone um 30,6 Prozent ab. Die Auftragseingänge aus dem restlichen Ausland fielen um 26,7 Prozent gegenüber März 2020.
Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern lag der Auftragseingang im April 2020 um 22,7 Prozent niedriger als im Vormonat. Bei den Herstellern von Investitionsgütern gab es einen Rückgang um 30,6 Prozent. Im Bereich der Konsumgüter gingen die Aufträge um 11,4 Prozent zurück. Für März 2020 ergab sich nach Revision der vorläufigen Ergebnisse insgesamt ein Rückgang um 15,0 Prozent gegenüber Februar 2020 (vorläufiger Wert: -15,6 Prozent).


Umsatz: -22,8 Prozent saisonbereinigt zum Vormonat
Der reale Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe lag nach vorläufigen Angaben im April 2020 saison- und kalenderbereinigt um 22,8 Prozent niedriger als im Vormonat. Für März 2020 ergab sich nach Revision der vorläufigen Ergebnisse ein Rückgang von 10,9 Prozent gegenüber Februar 2020 (vorläufiger Wert: -11,5 Prozent).


Foto: Fischer

Für ihr Konzept und Produktprogramm "Ganz ohne Werkzeug" hat die Unternehmensgruppe Fischer den Deutschen Marken-Award 2020 in der Kategorie „Beste Markendehnung“ gewonnen.

Die Auszeichnung zeuge von der erfolgreichen Marketingstrategie, durch die der Befestigungsspezialist mit seiner komplett neuen Sortimentsmarke seit der Markteinführung bis heute weitere Zielgruppen und Marktsegmente erschließt.
„Durch überzeugende Markenführung konnten wir gemeinsam mit unseren Handelspartnern mit 'Ganz ohne Werkzeug' neue Kunden hinzugewinnen und weitere Wachstumspotenziale erschließen“, sagt Michael Geiszbühl, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing Befestigungssysteme bei Fischer. „Wir freuen uns sehr über den Deutschen Marken-Award als wichtige Anerkennung und Auszeichnung für unsere Mitarbeiter.“
2018 erweiterte der Hersteller aus dem Schwarzwald sein Kernsortiment an Kunststoffdübeln, Stahlankern, chemischen Befestigungssystemen, Schrauben und vielem mehr um 'Ganz ohne Werkzeug' Produkte für werkzeuglose Do-It-Yourself-Projekte. Zusammen mit der begleitenden Kommunikation gelang es, mit den DIY-Lösungen Anwender neu anzusprechen, denen die Übung und das Werk-zeug für Befestigungen, Reparaturen und Verschönerungen zuhause fehlen.


Logo: NWS

Wie die Plattform RP-Online berichtet, zieht der Solinger Werkzeughersteller NWS in die zu Kreis Mettmann gehörende Stadt Haan. In dem einstigen Hagebaumarkt-Gebäude will das Unternehmen die benötigte Kapazitätserweiterung vornehmen.

Wie die Rheinische Post in ihrem Online-Portal darlegt, hat NWS Geschäftsführer Thomas Küll sein Unternehmen und die Gründe für den geplanten Wechsel in die Gartenstadt jetzt im Haaner Stadtentwicklungsausschuss vorgestellt. Demnach sucht die Firma NWS, die 130 Mitarbeiter an drei Standorten beschäftigt, schon seit längerem Kapazitäten für die dringend benötigte Erweiterung. Bereits vor drei Jahren habe man versucht, das Gelände zu kaufen, dies sei jedoch an zu hohen Preisvorstellungen des Hagebau-Gesellschafters gescheitert. Willibald Nöthen, der Gründer von NWS, wohnt in Haan.


Husqvarna führt ein neues Sortiment an Bodenschleifmaschinen ein.

Foto: Husqvarna

Der Baumaschinenhersteller Husqvarna Construction Products hat ein Sortiment von acht neuen Bodenschleifmaschinen entwickelt. Entgegen der ursprünglichen Ankündigung werden die neuen Maschinen wahrscheinlich erst im ersten Quartal 2021 zur Verfügung stehen.

„Aufgrund von Covid-19 verzögert sich unsere angekündigte Veröffentlichung und Auslieferung der neuen Husqvarna Bodenschleifmaschinen“, heißt es offiziell aus dem Unternehmen. Die neuen Maschinen der PG-Reihe werden demnach nicht 2020 auf den Markt kommen, sondern voraussichtlich im ersten Quartal 2021 zur Verfügung stehen. In der aktuellen Eisenwaren-Zeitung EZ 04-2020 wurde die zweite Jahreshälfte 2020 als Auslieferungstermin genannt.

Bei der Entwicklung der Maschinen hätten die Bedürfnisse des Benutzers im Mittelpunkt gestanden, hieß es in der ersten Ankündigung. „Die Einführung dieses Sortiments ist ein Quantensprung in der Branche“, erklärte Mark Michaels, Leiter des Produkt-Managements von Husqvarna Construction North America. „In Kombination mit unserem Sortiment an Staubabsauggeräten, Diamantwerkzeugen, Schulungen und Online-Service Angeboten ist diese Einführung eine unserer größten seit vielen Jahren – und eine Bekundung zu unserem langjährigem Engagement für unsere Kunden und die Entwicklung der Branche.“


Leonardo Verni: „Wir konnten für die Partnerschaft eines der erfahrensten Unternehmen in der Branche gewinnen.“

Foto: Gral

Die Gral Systeme GmbH geht eine neue Partnerschaft mit dem Wilh. Schlechtendahl & Söhne GmbH & Co. KG (WSS) ein. Für den Bereich Glasanwendungen außerhalb des Badezimmers stehen als neueste Ergänzung ab sofort auch die Beschlaglösungen von WSS zur Verfügung.

„Hiermit konnte eines der erfahrensten Unternehmen in der Branche gewonnen werden, denn WSS beschäftigt sich bereits seit 1906 mit der Entwicklung, der Fertigung und dem Vertrieb von Schlössern und Beschlägen für den Stahl-, Metall- und Glasbau“, freut sich Leonardo Verni, Geschäftsführer der Gral Systeme GmbH. Das traditionsreiche Unternehmen WSS befindet sich in Heiligenhaus, im Herzen der deutschen Schloss- und Beschlagindustrie.

Mit den jeweils über viele Jahre gewachsenen Kompetenzen im Bereich „Beschlag und Glas“ eröffnet die langfristig angelegte Zusammenarbeit neue Möglichkeiten in der Entwicklung intelligenter Lösungen für das Bauen und Gestalten mit Glas. Die Kunden der Gral Systeme GmbH können sich nun auf das Angebot von WSS-Produkten einstellen. So wurden teilweise mit Prüfzyklen von über eine Million Wiederholungen die Vorgaben der DIN um mehr als das Siebenfache überschritten. Das Ergebnis dieser Tests ist eine Garantie von fünf Jahren, die besonders bei den hohen Anforderungen in gewerblichen Gebäuden wertvolle Vorteile bietet.


Uwe Müller: „Wir können nun unseren Kunden zeitnah und passgenau die Mittel aus Sonderprogrammen zugänglich machen.“

Foto: E/D/E

Die Etris Bank, Tochterunternehmen der Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler GmbH (E/D/E), ist seit dem 19. Mai 2020 für die öffentlichen Finanzierungsprogramme bei der NRW.Bank akkreditiert.

Die Auswirkungen der Corona-Krise treffen den deutschen Mittelstand flächendeckend. Insbesondere in Zeiten einer angespannten Liquiditätssituation bekommt die Sicherung der Zahlungsfähigkeit einen noch höheren Stellenwert.

Die Etris Bank ist mit der Akkreditierung durch die NRW.Bank ab sofort in der Lage, ihren Kunden alle Förderprogramme der NRW.Bank und der KfW im Zusammenhang mit der Corona-Krise anzubieten. Damit wird für viele Mitgliedsunternehmen des E/D/E der schnelle Weg zu den besonderen Förderprogrammen im Rahmen von Corona ohne Beteiligung von Drittbanken ermöglicht. Auf diese Weise können die Kunden der Etris Bank zum Beispiel ab sofort den NRW.Bank-Universalkredit mit bis zu 80-prozentiger Haftungsfreistellung sowie den KfW-Schnellkredit mit 100-prozentiger Haftungsfreistellung zur Liquiditätssicherung ihres Unternehmens direkt über die Etris Bank beantragen.

Uwe Müller, Sprecher der Geschäftsführung der Etris Bank: „Vor dem Hintergrund der Corona-Krise und der damit verbundenen Belastungen haben wir eine Akkreditierung angestrebt, um unseren Kunden zeitnah und passgenau die Mittel aus Sonderprogrammen zugänglich machen zu können. Als neuer Finanzierungspartner der NRW.Bank kann die Etris Bank die finanzielle Stabilisierung ihrer Kunden jetzt noch besser unterstützen.“ Dr. Andreas Trautwein, Vorsitzender der Geschäftsführung der E/D/E GmbH und Aufsichtsrat der ETRIS BANK, ergänzt: „Seit Beginn der Corona-Krise haben wir im E/D/E und in unserer Bank alle Anstrengungen unternommen, um den Mitgliedsunternehmen des E/D/E den Zugang zu Fördermitteln zum Erhalt ihrer Liquidität zu erschließen. Für besondere Programme für den Mittelstand haben wir uns schon im ZGV in der Taskforce Liquidität intensiv eingesetzt. Wir sind stolz darauf, dass wir nun den Zugang zu den Fördermitteln durch unsere Akkreditierung direkt gewährleisten können.“


Mario Sommer: „Wir wollen mit der Teilnahme in diesem Messe-Zwischenjahr auch ein optimistisches Signal setzen.“

Foto: Wiha

Was Corona 2020 vereitelte soll nun 2021 nachgeholt werden – Handwerkzeughersteller Wiha wird im kommenden Jahr vom 21. bis 24. Februar, wie auch wieder in den Folgejahren im Regel-Rhythmus, an der Kölner Eisenwarenmesse teilnehmen. Voraussetzung sei natürlich, dass die weitere Entwicklung rund um Covid-19 die Messedurchführung zulässt.

Produkt-Highlights aus diesem und dem nächsten Jahr, ganzheitliche Konzepte und modulare Displaylösungen sollen dem Handel und weiteren Besuchern vor Ort vorgestellt werden. Der Hersteller verspricht ein spannendes Messeprogramm, auf das sich das Warten gelohnt haben wird.

Marketingleiter Mario Sommer kommentiert die Unternehmensentscheidung mit einem klaren Statement: „Die Plattform dieser Leitmesse bewerten wir für die Branche heute und in Zukunft als sehr wichtig. Wir sind davon überzeugt, dass diese Möglichkeit der Präsentation und des Dialoges zwischen Handel und Hersteller ein enormer Motor für die weitere Zusammenarbeit und Entwicklung ist.“ Gerade in einer so außergewöhnlichen und herausfordernden Zeit wie der aktuellen, wolle Wiha mit der Teilnahme in diesem Messe-Zwischenjahr auch ein optimistisches Signal setzen, wie Mario Sommer weiter erklärt. „Wir freuen uns sehr darauf mit Vollgas loszulegen und live zu zeigen, was Wiha alles im Petto hat. Daher halten wir an einer Teilnahme bis zum Schluss fest und hoffen sehr, dass der neue Termin planmäßig stattfinden kann.“


Abbildung: ZHH

Ergebnisse einer aktuellen Umfrage des Zentralverband Hartwarenhandel e.V. (ZHH) zur Situation im Hartwarenhandel zeigen, dass der Produktionsverbindungshandel (PVH) im April eine Verschlechterung der Umsatzsituation hinnehmen musste. Der Hartwareneinzelhandel profitiert hingegen teilweise schon von den Wiedereröffnungen der stationären Flächen.

Die Umsatzentwicklung im April wird von 56 Prozent der befragten PVH-Unternehmen als schlechter (bis 5 Prozent Rückgang), viel schlechter (mehr als 5 Prozent Rückgang) oder sehr viel schlechter (mehr als 10 Prozent Rückgang) als im Vorjahresmonat bewertet. Diese Entwicklung ist wenig überraschend, hatten doch im Vormonat bereits fast drei Viertel der befragten Unternehmen eine negativere Umsatzentwicklung prognostiziert. Im März konnte der PVH im Durchschnitt noch ein mittleres einstelliges Wachstum erwirtschaften. Immerhin 24 Prozent verzeichnen eine gleichbleibende und 22 Prozent sogar eine bessere (bis 5 Prozent Zuwachs) oder viel bessere (über 5 Prozent Zuwachs) Umsatzentwicklung als im Vorjahresmonat (Abbildung 1). Diese Unterscheidung dürfte zum einen mit den Kundengruppen zu tun haben, da Bau und Handwerk recht ordentlich laufen, während die Maschinen- und Werkzeugindustrie erhebliche Einbrüche verkraften muss. Zum anderen aber auch darauf zurückgeführt werden, dass mittlerweile wieder 93 Prozent der Befragten ihre stationäre Verkaufsfläche ganz oder teilweise geöffnet haben, und das Geschäft im B2B-Bereich von einer intensiven Außen- und Innendienstbetreuung lebt.

Situation im Hartwareneinzelhandel

Im Hartwareneinzelhandel haben derweil wieder alle Verkaufsstellen geöffnet, nachdem ab Mitte März rund ein Drittel der Händler ihre stationären Verkaufsflächen schließen musste. Im Hartwareneinzelhandel ist aufgrund seiner differenzierten Ausprägung und den regional unterschiedlichen Restriktionen seitens der Politik weiterhin kein einheitliches Bild darzustellen. Für den April meldeten 44 Prozent der befragten Unternehmen Umsatzrückgänge verglichen mit dem Vorjahresmonat. Dagegen konnten aber auch 38 Prozent der Facheinzelhändler ein (teilweise deutliches) Umsatzwachstum erzielen (Abbildung 3). Im Vergleich zum März 2020 stiegen die Umsätze bei 46 Prozent der Facheinzelhändler, während sie bei 39 Prozent zurückgingen. Dies kann unter dem Gesichtspunkt, dass bei der Befragung im April noch über 60 Prozent der teilnehmenden Fachhändler mit Umsatzrückgängen gerechnet haben, vorsichtig als erfreuliche Tendenz gewertet werden. Die Auftragslage im Werkstattgeschäft sowie bei Montagen und Dienstleistungen bewerten 33 Prozent der Befragten als gut, 45 Prozent als gleichbleibend und 22 Prozent als schlecht. Für den Mai rechnen 66 Prozent der Fachhändler mit einer gleichbleibenden oder besseren Entwicklung als im April.