Nordwest mit Umsatzminus in QI-2026
Der Nordwest-Konzern hat bei seiner Bilanzpressekonferenz die Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres sowie einen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr vorgetragen. Die aktuellen Daten des ersten Quartals 2026 bleiben indes hinter den Zahlen des Vorjahres zurück.
Die Verbundgruppe Nordwest hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Geschäftsvolumen von 4,65 Mrd. Euro abgeschlossen und lag damit nahezu auf Vorjahresniveau (+0,2 %). Auch wenn die Erwartungen im vergangenen Jahr nicht vollständig verwirklicht werden konnten, zeigt sich der Vorstand angesichts des insgesamt herausfordernden konjunkturellen Umfelds zufrieden mit dem Ergebnis. Die Anzahl der Fachhandelspartner entwickelte sich mit einem Anstieg um 69 auf insgesamt 1.321 Fachhandelspartner per 31. Dezember 2025 positiv.
Während das Geschäftsvolumen in der ersten Jahreshälfte 2025 noch einen Zuwachs von 3,0 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum aufwies, war die Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte mit insgesamt -2,6 Prozent leicht rückläufig. Mit Blick auf die Geschäftsarten zeigte sich das Zentralregulierungs- und Streckengeschäft erneut robust und bestätigte den Vorjahreswert mit einem Plus von 0,7 Prozent. Das Lagergeschäft hingegen entwickelte sich mit -8,7 Prozent deutlich rückläufig und belastete die Gesamtentwicklung. Der Nordwest-Konzern wies für das Geschäftsjahr 2025 ein Ergebnis nach Ertragsteuern in Höhe von 7,6 Mio. Euro aus und verfehlte damit das Vorjahresergebnis um 33,7 Prozent. Das Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) belief sich auf 11,0 Mio. Euro und lag damit 33,1 % unter dem Vorjahreswert.
In den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres hat der Nordwest-Konzern ein Geschäftsvolumen von 1,2 Mrd. Euro erzielt. Damit lag die Entwicklung im ersten Quartal mit -0,8 Prozent leicht unter dem entsprechenden Vorjahreswert. Weiterhin hat das Unternehmen im Berichtszeitraum ein Ergebnis nach Ertragsteuern in Höhe von 1,75 Mrd. Euro erzielt und damit das Vorjahresergebnis um 30,9 Prozent verfehlt. Mit Blick auf das Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) wurde mit 3,0 Mrd. Euro der Vorjahreswert um 7,8 Prozent unterschritten.
Das Finanzergebnis bewegte sich mit minus 410.000 Euro deutlich unter dem Vorjahresniveau (+ 436.000 Euro). Grund für diese negative Entwicklung war insbesondere der im Vorjahr neu abgeschlossene Konsortialkreditvertrag und die damit verbundene Aufnahme notwendiger Finanzmittel für die Neuausrichtung des Nordwest-eigenen Lagergeschäftes in Alsfeld. Hier führte die angelaufene Finanzierung der von Nordwest zu tragenden Gewerke zu steigenden Finanzierungskosten.
Dennoch erwartet das Management für den Konzern im Geschäftsjahr 2026 eine Entwicklung des Geschäftsvolumens über dem Vorjahresniveau, maßgeblich aufgrund der Akquise-Aktivitäten, die bereits im vergangenen Geschäftsjahr angestoßen wurden. Entsprechend wird auch mit einem positiven Geschäftsverlauf auf Ergebnisebene gerechnet.
Mehr zu den aktuellen Zahlen und den Plänen des Nordwest-Konzerns für 2026 lesen Sie in der kommenden Ausgabe der EZ Eisenwaren-Zeitung, die am 26. Mai erscheint.
Bild Trotz schwieriger Rahmenbedingungen blickt das Nordwest Management zuversichtlich in das laufende Geschäftsjahr. Michael Rolf, Thorsten Sega, Jörg Simon (v.l.n.r.).
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