Gardena stoppt Ausbau von Heuchlingen

Der Gartengerätehersteller Gardena wird die geplante Erweiterung des Produktionsstandorts Heuchlingen nicht weiterführen. In Heuchlingen und an zwei weiteren deutschen Standorten werden zudem insgesamt 250 Stellen abgebaut.

Das Unternehmen produziert in Heuchlingen Kunststoffteile wie Schlauchkupplungen oder Gartenbrausen. Die Expansion sollte ursprünglich schon vor einigen Jahren beginnen, wurde aber immer wieder verschoben. Außerdem sollten an dem Standort auch ein Distributionsnetzwerk und ein Hochregallager entstehen. Aus dem Unternehmen heißt es, dass im Rahmen einer Neubewertung der europäischen Fertigungsstandorte das Produktionsnetzwerk optimiert werde, um Effizienzsteigerungen zu erzielen und die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

In diesem Zug soll es zu einer Schärfung der jeweiligen Profile der Werke in Deutschland und Tschechien kommen. Dazu gehört die schrittweise Verlagerung bestimmter Produktionsvolumina innerhalb des europäischen Netzwerks. Einige Tätigkeiten, die derzeit in Heuchlingen durchgeführt werden, sind von dieser Umstrukturierung betroffen und könnten künftig an andere Standorte übergehen. Ebenso werden die Logistikstrukturen im gesamten Unternehmen neu bewertet, weshalb der Ausbau zusätzlicher Logistikkapazitäten in Heuchlingen nicht weiterverfolgt wird.

In der Folge wird es an den Standorten Heuchlingen sowie Ulm und Niederstotzingen zu einem Abbau von rund 250 Stellen kommen. Die Belegschaft wurde am 9. Juni dazu informiert. Die geplanten Veränderungen sollen in den kommenden Jahren schrittweise umgesetzt werden und stehen weiterhin unter dem Vorbehalt der Beratung mit den Arbeitnehmervertretungen. Gardena ist eine Marke der schwedischen Husqvarna Group.

Bildtext Die Ausbaupläne für Heuchlingen wurden gestoppt. Personal wird abgebaut.

Bild: Gardena