Hellweg/Baywa: Konkurrenz übernimmt Märkte

Für den insolventen Bau- und Gartenmarktbetreiber Hellweg haben sich Investoren gefunden, die bis zu 35 Filialen übernehmen sollen. Nach Obi hat nun auch Bauhaus die Übernahme von mehreren Standorten bestätigt.

Bereits Mitte Juni dieses Jahres hatte die Baumarktkette Hellweg beim Amtsgericht in Essen ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eingeleitet. Zu Hellweg gehören die Hellweg Die Profi-Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG und die BayWa Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG. Unter der Vertriebsschiene Hellweg sind in Deutschland 68 Märkte am Netz, die Baywa-Schiene kommt auf 46 Bau- und Gartenmärkte. In der Folge wurden Investoren gesucht, um die Mehrzahl dieser Standorte vor der Schließung zu bewahren. Der Bayrische Rundfunk berichtete zuletzt, dass es für 35 der über 110 Filialen in Deutschland offenbar Käufer gibt. Die Investoren sollen die jeweiligen Standorte und die dort Beschäftigten übernehmen.

Wie die Baumarktkette Obi mitteilt, haben die Wermelskirchener den Zuschlag für mindestens fünf Standorte erhalten – vorbehaltlich der Freigabe durch das Bundeskartellamt. Obi erhielt den Zuschlag für Berlin-Tiergarten, Berlin-Yorckstraße und Münster-Gievenbeck (alle Hellweg) sowie Nördlingen und Wolfratshausen (beide BayWa Bau & Garten). Für weitere Standorte wurde Obi als präferierter Investor nominiert. Das Unternehmen plant, insgesamt bis zu zwölf ehemalige Hellweg- bzw. Baywa Bau & Garten Märkte in das Obi-Standortnetz zu integrieren.

Ebenso bestätigt die Baumarktkette Bauhaus die Übernahme von bis zu sieben Standorten von Hellweg/Baywa. Bauhaus will die Hellweg-Standorte Beckum, Dahlwitz Hoppegarten, Dortmund Hacheney, Essen Rellinghausen, Iserlohn und Potsdam sowie den BayWa Bau & Garten-Standort Backnang übernehmen.

Die Übernahme soll in den genannten Fällen zum 1. Dezember 2026 erfolgen.

Bildtext Die Hellweg Bau- und Gartenmärkte stehen entweder vor der Schließung oder vor der Übernahme.

Foto: EZ/Mau