EMI: Produktion im Juli kräftig gestiegen

Nach Angaben des Bundesverbands Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) ist der Industriesektor vielversprechend in die zweite Jahreshälfte gestartet. Dank höherer Exportumsätze habe die Produktion kräftig gesteigert werden können. Gleichzeitig ließ der Preisdruck etwas nach.

Dies jedenfalls sind die Ergebnisse Einkaufsmanagerindex Deutschland (EMI), der gemeinsam vom BME und dem Finanzdienstleister S&P Global erstellt wird. Wie der BME weiter berichtet, haben sich beide Inflationsraten – Einkaufs- und Verkaufspreise –weiter von ihren jüngsten Höchstständen entfernt. Dennoch stehen die Lieferketten nach wie vor unter Druck und die Unternehmen äußerten sich erneut zurückhaltend optimistisch hinsichtlich ihrer Wachstumschancen binnen Jahresfrist.

Der EMI stieg von 50,3 im Juni auf aktuell 52,2 Punkte und signalisierte damit zu Beginn der zweiten Jahreshälfte den sechsten Monat in Folge eine Belebung der Geschäftstätigkeit im verarbeitenden Gewerbe der größten Volkswirtschaft Europas.

Alle Teilindizes des EMI hatten einen positiven Einfluss, wobei der stärkste Impuls vom Teilindex Produktion kam. So wurde die Industrieproduktion im Juli so stark ausgeweitet wie seit fast viereinhalb Jahren nicht mehr. Den Befragten zufolge lag dies vor allem an Bemühungen, die Auftragsbestände zu reduzieren (dritter Rückgang in Folge), an einer höheren Kapazitätsauslastung sowie an der gestiegenen Nachfrage.

Bei der Beschäftigung setzte sich der Abwärtstrend fort. So schlug hier ein weiterer deutlicher Rückgang zu Buche. Immerhin verlangsamte sich das Tempo etwas, sodass der geringfügigste Stellenabbau seit Februar verzeichnet wurde. Umfrageteilnehmer, die Kürzungen meldeten, begründeten dies meist mit der Entlassung von Leiharbeitern, der Nichtbesetzung frei gewordener Stellen sowie mit betrieblichen Umstrukturierungen.

Mit Blick auf die Geschäftsaussichten der kommenden zwölf Monate zeigten sich die deutschen Hersteller abermals nur verhalten optimistisch. Geopolitische Spannungen und Sorgen über den Zustand der heimischen Automobilindustrie sowie der Baubranche drückten die Stimmung, so die Befragten.

Bildtext Die deutsche Industrieproduktion wurde im Juli 2026 so stark ausgeweitet wie seit fast viereinhalb Jahren nicht mehr.

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