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                  MAGAZIN
  Kreislaufwirtschaft messbar gemacht
Im herkömmlichen linearen Wirt- schaftsmodell werden Ressourcen
am Ende der Nutzungsdauer eines Produkts großenteils dem Wertstoff- kreislauf entzogen. In einer Kreislauf- wirtschaft hingegen werden diese Materialien im Kreislauf gehalten, was den Verbrauch natürlicher Ressourcen reduziert. Zusammen mit der Boston Consulting Group (BCG) hat die Hilti Gruppe mit BCG’s neuer „Circelligence“- Methodik einen eigenen Kreislaufwert entwickelt und angewendet, der die Umsetzung des Kreislaufwirtschafts- prinzips im eigenen Betrieb misst. Die Fortschritte werden mit „Circelligence“ ausgewertet und über die SAP Busi- ness Technology-Platform (SAP BTP) visualisiert. „Im Gegensatz etwa zu Treibhausgasemissionen gab es keinen international anerkannten Standard
für die Messung der Kreislaufwirt- schaft. Also haben wir für uns einen
solchen entwickelt, um damit zugleich ein Beispiel für alle Unternehmen zu kreieren“, so Caroline Stern, Head of Circular Economy der Hilti Gruppe. Es gehe letztlich darum, mögliche Risiken in der Lieferkette zu minimieren und weniger abhängig von den volatilen internationalen Rohstoffmärkten zu sein. Hilti habe als erstes Unternehmen weltweit die „Circelligence‘“-Methodik angewendet und evaluiere jährlich die Kreislauffähigkeit seines gesamten Produktportfolios. „Diese jüngsten Entwicklungen schaffen die Basis für rationalere Prozesse zur Durchführung und Aktualisierung von Bewertungen zur Kreislaufwirtschaft, wobei sie interaktive Szenario-Bewertungen inte- grieren. Gleichzeitig schaffen sie die Voraussetzungen für eine zukünftige Automatisierung“, ergänzt Alexander Meyer zum Felde, Global Product Lead Circular Economy bei BCG.
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 Auf gutem Weg zur Netto-Null Ende 2023 erreichte die Hilti Gruppe, Schaan (FL), laut eigener Angabe „wie geplant CO2-Neutralität in der eigenen Geschäftstätigkeit“. Dieser Schritt wird als erster Meilenstein des Unterneh- mens auf dem Weg zur Netto-Null bis
2050 bezeichnet. Wesentlicher Teil der Nachhaltigkeitsstrategie der Gruppe ist ein vierstufiges Konzept zur Ver- meidung von CO2-Emissionen. Der An- satz folge den „Prinzipien Reduzieren, Ersetzen, Produzieren und Kompensie- ren“ und sei Teil eines umfassenden
Seit 2020 setzt Hilti weltweit auf 100 Prozent grünen Strom, beispielsweise durch die Erwei- terung eigener Photovoltaikanlagen. Foto: Hilti
Maßnahmenpakets zur Erfüllung der Kriterien der Science Based Targets Initiative. „Trotz unseres Erfolgs sind wir uns der Notwendigkeit bewusst, die Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu reduzieren. Mit unserem Bekenntnis zu den Sci- ence Based Targets unterstützen wir unsere Kunden bei ihren Nachhaltig- keitszielen und leisten einen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels“, so CEO Jahangir Doongaji. Für das Unternehmen stehe die Reduktion des Energieverbrauchs und damit der CO2-Emissionen im Vordergrund. Im Vergleich zum Stand von 2019 konnte Hilti seine eigenen Emissionen um
60 Prozent verringern, durch Energie- effizienz-Maßnahmen wie etwa die Substitution fossiler Energieträger durch nachhaltigere Alternativen. Zu- dem wurde bis Ende 2023 bereits rund die Hälfte der weltweiten Fahrzeugflot- te auf Elektro- und Vollhybridantriebe umgestellt.
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