Klärungsbedarf beim digitalen Produktpass

Laut Meldung des VDE, gewinnt der digitale Produktpass für Unternehmen an Bedeutung. Bei der Umsetzung stehen viele jedoch noch am Anfang. Nur knapp jedes fünfte befragte Unternehmen hat bislang Maßnahmen für die Einführung eingeleitet.

Das zeigen die Ergebnisse des 14. Deutschen Normungspanels, einer jährlichen Unternehmensbefragung von DIN und der vom VDE getragenen DKE (Deutsche Kommission Elektrotechnik). Befragt wurden mehr als 1.092 Unternehmen und Organisationen aus Industrie, Bauwirtschaft, Elektrotechnik, Dienstleistungen und weiteren Branchen. Erst 201 davon haben bislang konkrete Maßnahmen zur Einführung des DPP ergriffen.

Der digitale Produktpass (DPP) soll wichtige Produktinformationen, etwa zu Materialien, Herkunft oder Reparierbarkeit, künftig digital verfügbar machen. Viele der Befragten hätten noch Klärungsbedarf bei Standards, Datenstrukturen und den organisatorischen Rahmenbedingungen der Umsetzung. Entscheidend für die Unternehmen seien auch Fragen der Normung sowie international abgestimmte gemeinsame Standards. DIN und DKE hätten hier die strategischen Weichen gestellt, damit Deutschland die internationale Standardisierung aktiv mitgestalten kann, heißt es in der Meldung. Von den Befragten engagieren sich bislang rund 11 Prozent aktiv in DPP-relevanten Normungsgremien, vor allem aus den Branchen Konsumgüter, Elektrotechnik und Baugewerbe, überwiegend auf nationaler (46 %) und europäischer (39 %) Ebene. Dr. Stephan Finke, Geschäftsführer der DKE, ruft zu einer stärkeren Mitwirkung auf: „Je mehr Unternehmen ihre konkreten Anforderungen und Praxiserfahrungen in die Normung einbringen, desto besser entstehen Lösungen, die in der Praxis funktionieren und international anschlussfähig sind

Bildtext Teilnehmer des 14. deutschen Normungspanels

Bild: berlin-event-foto.de/Peter-Paul Weiler