Nordwest mit Umsatzplus im 1. HJ. 2026
Die Nordwest Handel AG hat Geschäftszahlen zum ersten Halbjahr 2026 bekannt gegeben. Demnach erzielte der Konzern per 30. Juni 2026 ein Geschäftsvolumen von 2,42 Mrd. Euro und lag damit um 1,8 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. In einem weiterhin herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Umfeld habe sich das Geschäftsvolumen insgesamt stabil entwickelt, heißt es offiziell.
Nachdem die Gesamtentwicklung im ersten Quartal mit -0,8 Prozent noch leicht unter dem Vorjahresniveau gelegen hatte, schloss das zweite Quartal mit einem Plus von 4,4 Prozent ab. Die Entwicklung in den einzelnen Geschäftsarten verlief dabei unterschiedlich. Während das ZR- und Streckengeschäft, insbesondere getragen durch den Geschäftsbereich Stahl, per 30. Juni 2026 um 2,2 Prozent über dem Vorjahreswert lag, verfehlte das Lagergeschäft den Vorjahreswert um 5,8 Prozent. Weiterhin positiv entwickelte sich die Anzahl der angeschlossenen Fachhandels-partner im Berichtszeitraum und belief sich per 30. Juni 2026 auf 1.331 (+10 ggü. 31. Dezember 2025).
Die einzelnen Geschäftsbereiche
Der Geschäftsbereich Stahl entwickelte sich im ersten Halbjahr 2026 deutlich positiv. Mit einem Geschäftsvolumen von 884,5 Mio. Euro übertraf der Bereich den Vorjahreswert um 10,9 Prozent. Diese Entwicklung war insbesondere auf gestiegene abgesetzte Tonnagemengen im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen.
Bau-Handwerk-Industrie
Die Entwicklung im Geschäftsbereich Bau-Handwerk-Industrie war im ersten Halbjahr 2026 weiterhin von einem differenzierten Verlauf geprägt. Insgesamt lag der Geschäftsbereich mit einem Geschäftsvolumen von rechnerisch 718,5 Mio. Euro um 6,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Während der Bereich Bau mit einem Geschäftsvolumen von 186,0 Mio. Euro einen deutlichen Rückgang von 18,6 Prozent verzeichnete, entwickelte sich der Bereich Handwerk & Industrie mit einem Geschäftsvolumen von 532,5 Mio. Euro und einem Rückgang von 1,5 Prozent vergleichsweise robuster.
Der Bereich Bau blieb vor dem Hintergrund der weiterhin angespannten konjunkturellen Rahmenbedingungen deutlich hinter dem Vorjahresniveau zurück. Zwar konnte das Lagergeschäft in diesem Bereich einen Anstieg von 7,7 Prozent verzeichnen, ein mit 20,3 Prozent deutlich rückläufiges ZR- und Streckengeschäft konnte hierdurch jedoch nicht kompensiert werden. Ursächlich für den deutlichen Rückgang war insbesondere der Verlust eines großen Fachhandelspartners im ZR-Geschäft innerhalb der zweiten Jahreshälfte 2025.
Der Bereich Handwerk & Industrie verfehlte den Vorjahreswert im ersten Halbjahr 2026 nur leicht. Die insgesamt robuste Entwicklung war insbesondere auf eine positive Entwicklung im zweiten Quartal zurückzuführen, das mit einem Plus von 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr abschloss, nachdem das erste Quartal mit -6,2 Prozent noch unterhalb des Vorjahres gelegen hatte.
Der Geschäftsbereich Haustechnik zeigte sich im ersten Halbjahr 2026 trotz des weiterhin herausfordernden Marktumfelds robust. Mit einem Geschäftsvolumen von 175,2 Mio. Euro lag der Bereich trotz einem unverändert herausfordernden Marktumfeld und Mitgliederverlusten lediglich um 1,1 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Bildtext Nordwest Unternehmenszentrale in Dortmund
Foto: EZ/Mau

