Stihl steigert Umsatz auf 5,48 Mrd. Euro

Die Stihl Gruppe aus Waiblingen hat seine aktuellen Zahlen vorgestellt. Im Geschäftsjahr 2025 wurde ein Umsatz von 5,48 Mrd. Euro erzielt. Das ist ein Plus von 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Der Hersteller von Motorsägen und motorgetriebenen Gartengeräten erwirtschaftete knapp 91 Prozent der Erlöse im Ausland. Die Eigenkapitalquote des Familienunternehmens stieg auf 71,2 Prozent, ebenso wie die Liquidität. Zum Jahresende arbeiteten weltweit 20.246 Menschen für die Gruppe, 2,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Ein Grund hierfür ist das neue Werk in Rumänien, das 2025 in Betrieb genommen wurde.

Das Geschäft in Westeuropa entwickelte sich positiv mit einem höheren Marktanteil. Überdurchschnittlich wuchs das Akku-Geschäft in der Region, mit Wachstumsraten bis über 20 Prozent. Osteuropa erholte sich leicht. Auch hier stieg vor allem der Absatz und Umsatz von Akku-Geräten. Das deutsche Stammhaus mit acht Standorten und 5.831 Mitarbeitern erwirtschaftete 2025 einen Umsatz von 1,85 Mrd. Euro. Das Plus von über 13 Prozent ist vor allem auf einen Sondereffekt zurückzuführen. Für das laufende Geschäftsjahr wird ein gegenläufiger Effekt erwartet.

Nordamerika blieb mit einem Umsatzanteil von rund einem Drittel der größte Einzelmarkt der Gruppe und lag noch leicht über Vorjahresniveau. Lateinamerika legte kumuliert deutlich zu, mit differenzierten Entwicklungen in den Einzelmärkten. China und Indien entwickelten sich 2025 ebenfalls positiv. Die Region Afrika/Naher Osten wuchs 2025 besonders dynamisch, wenngleich auf niedrigem Niveau. Ozeanien lag als einzige Region bei Absatz und Umsatz im Minus. Für Australien und Neuseeland wird erst 2026 wieder Wachstum erwartet.

Investitionen wurden in Höhe von 335,7 Mio. Euro getätigt (Vorjahr: 349,4 Millionen Euro). Mit rund 175 Mio. Euro entfielen mehr als die Hälfte auf das deutsche Stammhaus, ein Großteil davon für den Erwerb eines zusätzlichen Firmenareals in Waiblingen.

2026 feiert Stihl seinen 100. Geburtstag. Ziel ist es, das Umsatzniveau für die Gruppe im Jubiläumsjahr zu halten und mit dem Allpro-Akkusystem einen Innovationsimpuls zu setzen. Die Transformation hin zu Akku-Produkten bleibt der entscheidende Strategiebaustein. Akkubetriebene Produkte machen bereits 27 Prozent des weltweiten Absatzes aus, in Westeuropa sind bereits rund zwei Drittel der verkauften Produkte akkubetrieben. Nähere Informationen dazu lesen sie in der nächsten Ausgabe unserer EZ Eisenwarenzeitung, die am 29. Juni erscheint.

Bildtext Michael Traub, Vorstandsvorsitzender der Stihl Gruppe, stellte bei der Präsentation der Geschäftszahlen auch das Allpro Akku-System vor.

Bild: Stihl