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SCHWERPUNKT
stellen“, lässt das Unternehmen Citrus Ad per Mitteilung verlauten. Ein Trend, der 2024 verstärkt in den Fokus rücken wird, sei der Einsatz von KI für Prognosen – etwa zur Identifikation von Nutzungs- mustern, zur Vorhersage von Kundenver- halten und zur passgenauen Ansprache von Zielgruppen. In Verbindung mit dem Einsatz generativer KI zur schnelleren Er- stellung personalisierter Werbung werde dieses KI-gestützte Targeting Unterneh- men in die Lage versetzen, die richtigen Kunden zur richtigen Zeit anzusprechen, so Citrus Ad.
Dienstleister der Branche
Der Einsatz von KI ist ein Differenzie- rungsmerkmal, das der E/D/E Verbund seinen Händlern als einen entscheiden- den Mehrwert im Bereich E-Commerce anbietet. Denn KI-basierte Technologien schaffen vor allem bei Prozessen wie Automatisierung der Shop-Funktion, Personalisierung der Produktempfeh-
lungen oder Effizienz entscheidende Wettbewerbsvorteile. „Im Falle von „SHOPcloud360“ schafft die Anbindung der KI-Lösung „SPARQUE.AI“ eine klare Differenzierung, da sie personalisierte Einkaufserlebnisse schafft“, erklärt der E/D/E-Experte Hiemeyer. Das nieder- ländische Unternehmen Sparque B.V. ist ein Dienstleister, mit dem das E/D/E in Sachen Personalisierung zusammen- arbeitet. Außerdem gibt es noch Koope- rationen mit Intershop als führender An- bieter im B2B E-Commerce oder Onedot als Dienstleister für die professionelle Anbindung von Produktdaten.
Damit die Verbundgruppen ihren Mit- gliedern die digitalen Dienstleistungen in der Gesamtheit anbieten können, muss einiges an Ressourcen bereitgestellt werden – auch personell. „Betrachten wir alle Bereiche, die für den E-Commerce di- rekt oder indirekt tätig sind, beschäftigen wir im E/D/E rund 100 Mitarbeitende, die
sich mit E-Commerce und digitalen Ser- vices direkt beschäftigen, aber auch mit dem Thema EDI, mit Daten oder mit dem Feld Marketing“, sagt Joachim Hiemeyer. Für Nordwest beschreibt Martin Reinke die Situation ähnlich: „In meinem Tätig- keitsfeld im Bereich Digitale Services
& E-Business sind etwa 80 Mitarbeiter beschäftigt. Sie unterstützen dabei, Hin- dernisse auf dem Weg zur Digitalisierung zu überwinden und bieten den Fachhan- delspartnern erprobte und erfolgreiche Lösungen – einschließlich einer um- fassenden Beratung zu Themen wie Pro- duktdatenmanagement, Online-Vertrieb und digitalen Geschäftsprozessen an.“ Wie Reinke weiter ausführt, greife eine Vielzahl von Fachhandelspartnern auf die digitalen Dienstleistungen von Nordwest zurück, um ihre Unternehmen in unter- schiedlichem Maße zu optimieren. Dies geschehe häufig aufgrund fehlender oder unzureichender personeller Kapazitäten bei den jeweiligen Fachhändlern.
Was sagt die Industrie?
Die Redaktion der EZ Eisenwaren-Zeitung hat auch
bei der Industrie zum Schwerpunktthema Digitalisierung und E-Commerce nachgefragt. Uns interessierte vor allem die jeweilige Vertriebsstrategie der verschiedenen
Simone Schuler, Leite- rin Vertrieb, Tox-Dübel- Technik: „Wir haben in den vergangenen Jah- ren viel in Know-how, Daten- und IT-Intra- struktur und Inhouse- Experten investiert,
um unsere Handels- partner bestmöglich beim Aufbau und dem Betrieb von Webshops zu unterstützen. Wir unterstützen unsere Partner mit Bildern, SEO-Texten, Videos
und übernehmen, wenn gewünscht, auch die Datenpflege. Tox ist auf Marktplätzen aktiv und betreibt gegenwärtig keinen eigenen Webshop. Warum? Laut einer aktuellen Studie des ECC Köln in Zusammenarbeit mit dot Source ist bei der Beschaffung für das Handwerk der Fach- und Großhandel mit 70 Prozent der beliebteste Beschaffungskanal – online und herkömmlich. Nur zwölf Prozent bevorzugen die Beschaffung direkt beim Hersteller. Diesem Einkaufsverhalten tragen wir mit unserer Strategie Rechnung.“ Foto: Tox
Unternehmen. Die Resonanz auf die EZ-Anfrage war überschaubar. Lediglich die Unternehmen
Stabila und Tox haben sich zu einem Statement entschlossen.
Holger Binder, Leiter
Vertrieb und Marketing,
Stabila: „Der Großteil
unserer Kunden sind
Profis im Bauhand-
werk – und diese
kaufen erfahrungsge-
mäß im Fachhandel für
Werkzeuge und Bau-
stoffe. Natürlich hat der
Online-Handel auch im
Profi-Segment in den
letzten Jahren stark zu-
gelegt und so vertreiben
unsere Handelspartner
unsere Produkte auch
über ihre Onlineshops. Wir haben keinen eigenen Onlineshop, sondern setzen nach wie vor auf den Handel als Absatzmittler. In den letzten zehn Jahren haben wir es jedenfalls mit der bestehenden Vertriebs- strategie geschafft, unseren Umsatz zu verdoppeln und Marktanteile zu gewinnen. Daher sehen wir aktuell keine Notwendigkeit eines grund- sätzlichen Kurswechsels. Sollten wir an unsere Wachstumsgrenzen kommen weil der Handel, unsere Anwender oder unsere Wettbewerber sich komplett anders ausrichten, müssten und würden wir das neu be- werten. Foto: Stabila
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